Die neue Artibus-Ausstellung „Mythologische erzählungen“ thematisiert ovids Metamorphosen auf hohem Niveau
Von Dirk Müller
Der Besuch dieser Kunstausstellung wird einem fantastischen Traum gleichen: Die Artibus- Schau, die am Sonntag, 18. Oktober, um 12 Uhr in der Galerie der Stolberger Burg eröffnet wird, trägt den Titel „Mythologische Erzählungen“ und beeindruckt auf hohem Niveau. Mit enormer Anziehungskraft lassen die Bilder den Betrachter tief in andere Welten eintauchen, erzählen sphärisch ihre Geschichten und vermitteln eine Fülle von menschlichen Emotionen. Die Werke von Alejandro und Antonio DeCinti sowie vom Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro lassen Ovids „Metamorphosen“ lebendig werden.
Dabei richtet die Ausstellung sich nicht nur an Kenner der Schriften des römischen Dichters Publius Ovidius Naso, kurz „Ovid“, oder der Sagen des klassischen Altertums, denn einerseits sprechen die Gemälde für sich, und andererseits informieren kurze Texte über die Motive und die literarische Grundlage. Harmonisch fügen sich die Exponate der drei Künstler zu einer komplexen Ausstellung. Geheimnisvoll, teils düster und oft von strahlender Schönheit künden die Werke von Vergänglichkeit, Leidenschaft, Verletzlichkeit und Begierde. Erotische Komponenten bestechen durch Sinnlichkeit und große Ästhetik.
Ramírez Máro thematisiert etwa die Geburt des Pegasus‘, zeigt die Sibyllen genannten Seherinnen und greift die Verwandlung (Metamorphose) als solche auf. Der Artibus- Kurator steuert zudem ein übergroßes Gemälde zu der Ausstellung bei, das sich auf das Ende von Ovids Metamorphosen bezieht und Gaius Julius Cäsar inmitten römischer Senatoren darstellt – kurz vor seiner Ermordung mit 23 Dolchstichen. Alejandro DeCinti widmet zwei Bilder der Entführung der Europa, und zeigt, wie Zeus, der mächtigste Gott des Olymps, in einen weißen Stier verwandelt die Schöne übersMeer zur Insel Kreta bringt.
Doch auch in menschlicher Gestalt begegnet Zeus dem Betrachter, und Alejandro DeCinti erweckt Nymphen des klassischen Altertums ebenso eindrucksvoll zumLeben wie Echo, die aufgrund ihrer hoffnungslosen Liebe zu Narcissus lange in Einsamkeit lebte und schließlich von Hera zu Stein verwandelt wurde. Alejandro DeCintis Sohn Antonio DeCinti assistierte bei der Entstehung dieser faszinierenden Werke und fertigte selbst Studien zu dem Zyklus an. In kleineren Formaten beschäftigt er sich mit „Momentaufnahmen“, greift erotische Details auf und variiert sie beeindruckend.
Del 18 de Octubre al 15 de Noviembre de 2015
Obras pertenecientes a los ciclos: “Las Metamorfosis“.
Burggalerie Burg Stolberg, Aachen
Kunst wirkt wie ein fantastischer Traum
Die neue Artibus-Ausstellung „Mythologische erzählungen“ thematisiert ovids Metamorphosen auf hohem Niveau
Von Dirk Müller Stolberg
Der Besuch dieser Kunstausstellung wird einem fantastischen Traum gleichen: Die Artibus- Schau, die am Sonntag, 18. Oktober, um 12 Uhr in der Galerie der Stolberger Burg eröffnet wird, trägt den Titel „Mythologische Erzählungen“ und beeindruckt auf hohem Niveau. Mit enormer Anziehungskraft lassen die Bilder den Betrachter tief in andere Welten eintauchen, erzählen sphärisch ihre Geschichten und vermitteln eine Fülle von menschlichen Emotionen. Die Werke von Alejandro und Antonio DeCinti sowie vom Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro lassen Ovids „Metamorphosen“ lebendig werden.
Dabei richtet die Ausstellung sich nicht nur an Kenner der Schriften des römischen Dichters Publius Ovidius Naso, kurz „Ovid“, oder der Sagen des klassischen Altertums, denn einerseits sprechen die Gemälde für sich, und andererseits informieren kurze Texte über die Motive und die literarische Grundlage. Harmonisch fügen sich die Exponate der drei Künstler zu einer komplexen Ausstellung. Geheimnisvoll, teils düster und oft von strahlender Schönheit künden die Werke von Vergänglichkeit, Leidenschaft, Verletzlichkeit und Begierde. Erotische Komponenten bestechen durch Sinnlichkeit und große Ästhetik.
Ramírez Máro thematisiert etwa die Geburt des Pegasus‘, zeigt die Sibyllen genannten Seherinnen und greift die Verwandlung (Metamorphose) als solche auf. Der Artibus- Kurator steuert zudem ein übergroßes Gemälde zu der Ausstellung bei, das sich auf das Ende von Ovids Metamorphosen bezieht und Gaius Julius Cäsar inmitten römischer Senatoren darstellt – kurz vor seiner Ermordung mit 23 Dolchstichen. Alejandro DeCinti widmet zwei Bilder der Entführung der Europa, und zeigt, wie Zeus, der mächtigste Gott des Olymps, in einen weißen Stier verwandelt die Schöne übersMeer zur Insel Kreta bringt.
Doch auch in menschlicher Gestalt begegnet Zeus dem Betrachter, und Alejandro DeCinti erweckt Nymphen des klassischen Altertums ebenso eindrucksvoll zumLeben wie Echo, die aufgrund ihrer hoffnungslosen Liebe zu Narcissus lange in Einsamkeit lebte und schließlich von Hera zu Stein verwandelt wurde. Alejandro De- Cintis Sohn Antonio DeCinti assistierte bei der Entstehung dieser faszinierenden Werke und fertigte selbst Studien zu dem Zyklus an. In kleineren Formaten beschäftigt er sich mit „Momentaufnahmen“, greift erotische Details auf und variiert sie beeindruckend. beeindruckend.
Bilderzyklus des Malers Alejandro DeCinti zur mittelalterlichen Moralsatire „Das Narrenschiff“ in der Botschaft von Chile
Bilderzyklus des Malers Alejandro DeCinti zur mittelalterlichen Moralsatire „Das Narrenschiff“ in der Botschaft von Chile
Am 07. September 2015 wird in der Botschaft der Republik Chile die Ausstellung „Das Narrenschiff“ des chilenisch-italienischen Künstlers Alejandro DeCinti eröffnet. DeCinti liess sich von der spätmittelalterlichen Literatur inspirieren und nimmt die Moralsatire „Das Narrenschiff“ des Theologen und Humanisten Sebastian Brant als Grundlage seiner eindrucksvollen Bilderserie. Seine großformatigen Werke vereinen verschiedene Malstile von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne und sind in der altmeisterlichen Technik der in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten Hell-Dunkel-Malerei gehalten.
„Nach Narragonien! Lasst uns alle glücklich sein! Hierher! Auf´s Schiff, auf´s Schiff Brüder: es fährt, es fährt.“ Sebastian Brant 1494
Sebastian Brants Werk wurde 1494 erstmals gedruckt und wurde das erfolgreichste deutsche Buch vor der Reformation. Das „Narrenschiff“ präsentiert eine Typologie von über 100 Narren bei einer Schifffahrt mit Kurs auf das fiktive Land Narragonien. Mittels Übertreibung und Karikatur zeigt der die menschlichen Schwächen der Gesellschaft auf und kritisiert auf satirische Weise den vorherrschenden Zeitgeist.
Diese Kritik überträgt Alejandro DeCinti (*1973) äußerst kunstvoll in seine Werke. Er schlägt die Brücke von der mittelalterlichen Literaturvorlage über den Malstil von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne. Seine Bilder weisen eine tiefe Anziehungskraft auf, sie vereinen nicht nur verschiedene Epochen, sondern sind zeitlos wie anscheinend auch manche menschliche Fehlbarkeiten.
Auf die stark typisierte Narrenwelt Brants antwortet der Künstler mit dramatischen Inszenierungen. Modell für eine ausgefeilt realistische Figurenzeichnung stehen Familienmitglieder und Freunde. Auf vielfach großen Leinwänden setzt DeCinti mit der historischen Technik der Hell-Dunkel-Malerei eine überschwängliche Bildhaftigkeit in Szene, die in der „alten“ Tradition der Ölmalerei gehalten sind und ganz ohne Nutzung digitaler Technologie oder Fotografie auskommen.
„Ich freue mich sehr, mit dem Bilderzyklus von Alejandro DeCinti thematisch äußerst aktuelle wie interessante Werke in unserer Botschaft zeigen zu können“, so Botschafter Mariano Fernández. „Die Arbeiten von DeCinti sind nicht nur sehr tiefsinnig, sondern auch von einer handwerklichen Qualität und malereichtechnischen Hochwertigkeit, die heutzutage immer seltener unter jungen Künstlern anzutreffen sind“.
Die Vernissage findet statt am 07. September 2015 um 19 Uhr mit Begrüßung durch Botschafter Mariano Fernández Amunátegui statt. Die Ausstellung wird für das Publikum vom 08. September zum 30. Oktober 2015 in den Räumen der Botschaft von Chile (Erdgeschoss, Chile-Saal, Mohrenstraße 42, 10117 Berlin) zu sehen sein.
Bilderzyklus des Malers Alejandro DeCinti zur mittelalterlichen Moralsatire „Das Narrenschiff“ in der Botschaft von Chile
Am 07. September 2015 wird in der Botschaft der Republik Chile die Ausstellung „Das Narrenschiff“ des chilenisch-italienischen Künstlers Alejandro DeCinti eröffnet. DeCinti liess sich von der spätmittelalterlichen Literatur inspirieren und nimmt die Moralsatire „Das Narrenschiff“ des Theologen und Humanisten Sebastian Brant als Grundlage seiner eindrucksvollen Bilderserie. Seine großformatigen Werke vereinen verschiedene Malstile von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne und sind in der altmeisterlichen Technik der in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten Hell-Dunkel-Malerei gehalten.
„Nach Narragonien! Lasst uns alle glücklich sein! Hierher! Auf´s Schiff, auf´s Schiff Brüder: es fährt, es fährt.“ Sebastian Brant 1494
Sebastian Brants Werk wurde 1494 erstmals gedruckt und wurde das erfolgreichste deutsche Buch vor der Reformation. Das „Narrenschiff“ präsentiert eine Typologie von über 100 Narren bei einer Schifffahrt mit Kurs auf das fiktive Land Narragonien. Mittels Übertreibung und Karikatur zeigt der die menschlichen Schwächen der Gesellschaft auf und kritisiert auf satirische Weise den vorherrschenden Zeitgeist.
Diese Kritik überträgt Alejandro DeCinti (*1973) äußerst kunstvoll in seine Werke. Er schlägt die Brücke von der mittelalterlichen Literaturvorlage über den Malstil von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne. Seine Bilder weisen eine tiefe Anziehungskraft auf, sie vereinen nicht nur verschiedene Epochen, sondern sind zeitlos wie anscheinend auch manche menschliche Fehlbarkeiten.
Auf die stark typisierte Narrenwelt Brants antwortet der Künstler mit dramatischen Inszenierungen. Modell für eine ausgefeilt realistische Figurenzeichnung stehen Familienmitglieder und Freunde. Auf vielfach großen Leinwänden setzt DeCinti mit der historischen Technik der Hell-Dunkel-Malerei eine überschwängliche Bildhaftigkeit in Szene, die in der „alten“ Tradition der Ölmalerei gehalten sind und ganz ohne Nutzung digitaler Technologie oder Fotografie auskommen.
„Ich freue mich sehr, mit dem Bilderzyklus von Alejandro DeCinti thematisch äußerst aktuelle wie interessante Werke in unserer Botschaft zeigen zu können“, so Botschafter Mariano Fernández. „Die Arbeiten von DeCinti sind nicht nur sehr tiefsinnig, sondern auch von einer handwerklichen Qualität und malereichtechnischen Hochwertigkeit, die heutzutage immer seltener unter jungen Künstlern anzutreffen sind“.
Die Vernissage findet statt am 07. September 2015 um 19 Uhr mit Begrüßung durch Botschafter Mariano Fernández Amunátegui statt. Die Ausstellung wird für das Publikum vom 08. September zum 30. Oktober 2015 in den Räumen der Botschaft von Chile (Erdgeschoss, Chile-Saal, Mohrenstraße 42, 10117 Berlin) zu sehen sein.
Berlin, 8 de septiembre de 2015. El lunes 7 de septiembre se inauguró en la Sala Chile de la Embajada de Chile en Alemania, la exposición «La nave de los locos», muestra que presenta obras del artista chileno Alejandro deCinti.
Para la creación de sus obras, el artista encontró inspiración en la literatura medieval, particularmente en la sátira «La nave de los locos» del teólogo Sebastian Brant. Las obras de deCinti son de gran formato y combinan diferentes estilos de pintura propios del Renacimiento y del Barroco. En los lienzos, es posible admirar una mezcla de técnicas que mantienen la tradición de la pintura al óleo.
La exposición estará abierta al público desde el 08 de septiembre al 30 de octubre en la Sala Chile, ubicada en las dependencias de la Embajada de Chile en Alemania (Mohrenstraße 42, 10117 Berlín – Planta Baja).
Die Galerie Gabriele Paqué präsentiert den Gemäldezyklus „Das Narrenschiff»
BONN. Stürmische See, ein mit verloren wirkenden Menschen hoffnungslos überfülltes Boot; darin das riesenhafte Profil eines Verzweifelten in Todesangst – Hoffnung auf ein Oberlebenvermittelt das Ölgemälde .Naufragio` Ude, bruchl des chilenischen Künstlers Alejandro DeCinti jedenfalls nicht. Es sind die A, einde, Defekte, Zweifel und Angste, die der Künstler in seinem Gemäldezyklus .Das Nar-renschiff’ auslotet. Die Arbeiten sind noch bis zum 1. September in der Galerie Gabriele Paqud in Bonn zu sehen. Inspiration für die barock anmutenden Bilderwelten des in Madrid lebenden Malers war die gleichnamige spätmit-telalterliche Moralsatire von Sebastian Brant, dem erfolgreichsten deutschsprachigen Buch vor der Reformation, das menschliches Fehlverhalten und Laster wie Habsucht oder Schwätzerei als Auswuchs när-rischer Unvernunft darstellt.
Für die in der Galerie .gezeigten groß- und mittelformaligen Exponate bedient sich DeCinti der altmeisterlichen Technik „Chiaroscuro° – einer in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten HellDunkel-Malerei, die sich durch starke Kontraste auszeichnete und sowohl der Steigerung des Räumlichen als auch der des Ausdrucks clierit. Künstler wie Leonardo da Vinci, Caravaggio, Rembrandt, Rubens oder Velazquez gelten als Meister dieser Methode. Alejandro DeCinti betont: ‚Je verstehe mich als traditionellen, handwerklichen Maler, der basierend auf dem Studium der klassischen Literatur die menschlich bedeutungsvollen Fragen anschneidet, begleitet von einem großen Interesse an dem barocken Helldunkel.
Kaum Hoffnung auf Oberleben: Alejandro DeCinti variiert in seinem altmeisterlichen Gemälde „Schiffbruch» das berühmte Werk .,Das Narrenschiff. von Sebastian Brant.
Der Gemäldezyklus „Das Narrenschiff“ von Alejandro DeCinti in Bonn
Stürmische See, ein mit verloren wirkenden Menschen hoffnungslos überfülltes Boot, darin das riesenhafte Profil eines Verzweifelten in Todesangst – das tief berührende Ölgemälde „Naufragio“
(dt.: Schiffbruch) in der Bonner „Galerie Gabriele Paqué“ trifft den Betrachter mit Wucht und zeichnet sich durch frappierende Aktualität aus. Es sind die Abgründe, Defekte, Zweifel und Ängste, die der chilenische Künstler Alejandro DeCinti in seinem fulminanten Gemäldezyklus „Das Narrenschiff“ auslotet. Die Arbeiten von Alejandro DeCinti sind noch bis zum 1. September 2015 in der Galerie Gabriele Paqué an der Blücherstraße 14 in Bonn zu sehen.Inspiration für die barock anmutenden Bilderwelten des in Madrid lebenden Malers war die gleichnamige spätmittelalterliche Moralsatire von Sebastian Brant, dem erfolgreichsten deutschsprachigen Buch vor der Reformation, das menschliches Fehlverhalten und Laster wie Habsucht, Schwätzerei oder Kleidermoden als Auswuchs närrischer Unvernunft darstellt. „DeCinti schlägt mit künstlerischen Mitteln eine Brücke über alle Epochen – von der mittelalterlichen Literaturvorlage über die Renaissance, den Barock bis hin zur Moderne.“, erläutert Galeristin Gabriele Paqué und ergänzt: „Seine beeindruckenden Gemälde weisen eine tiefe Anziehungskraft auf. Sie sind ebenso zeitlos wie unsere Defizite und Makel.“
Für die in der Galerie gezeigten faszinierenden groß- und mittelformatigen Exponate bedient sich Alejandro DeCinti der altmeisterlichen Technik „Chiaroscuro“ – einer in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten Hell-Dunkel-Malerei, die sich durch starke Kontraste auszeichnete und sowohl der Steigerung des Räumlichen als auch der des Ausdrucks dient. Künstler wie Leonardo da Vinci, Caravaggio, Rembrandt, Rubens oder Velazquez gelten als Meister dieser Methode. Alejandro DeCinti betont: „Ich verstehe mich als traditionellen, handwerklichen Maler, der – basierend auf dem Studium der klassischen Literatur -, die menschlich bedeutungsvollen Fragen anschneidet, begleitet von einem großen Interesse an dem barocken Helldunkel.“ Durch diesen Malstil wird die jeweilige Szene lebendig und der Betrachter gepackt. Alejandro DeCinti, 1973 in Santiago de Chile geboren, studierte Kunst an der „Universidad de Chile“, wo er das Stipendium: „Excelencia Academica“ erhielt. Er begeisterte das Kunstpublikum bereits mit zahlreichen Ausstellungen in Chile, Belgien, den Niederlanden, Italien, Brasilien und Deutschland. Darüber hinaus nahm er an mehreren internationalen Kunstmessen teil. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Madrid.
„Das Narrenschiff“ von Alejandro DeCintiGalerie Gabriele PaquéBlücherstraße 1453115 BonnÖffnungszeiten: Wegen des gestiegenen Interesses wird die Ausstellungsdauer bis zum 1. September 2015 verlängert. Jeden Samstag von 14 Uhr – 18 Uhr (Nach telefonischer Absprache ist eine Besichtigung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich!) Tel.: 0228 – 41 07 67 55 Text- und Bildquelle: Jörg Schwarz
Der chilenische Künstler Alejandro DeCinti in der Galerie Gabriel Paque
GENERAL-ANZEIGER FEUILLETON Samstag/Sonntag, 30./31. Mai 2015
VON CHR. ZU MECKLENBURG
Theatralisches Flair heizt den Ausstellungssaal von Galeristin Gabriele Paque auf. Einzug gehal-ten hat hier der in Madrid lebende Chilene Alejandro DeCinti, dessen fulminanter Gemäldezyklus die spätmittelalterliche Gesellschafts-parodie „Das Narrenschiff» von Sebastian Brant aufgreift. Auf die stark typisierte Narrenwelt Brants antwortet der Künstler mit dra-matischen, heroischen bis pathe-tischen Inszenierungen; in gera-dezu barocker Manier ausgelotet werden über menschliche Unzu-länglichkeiten, Defekte, Torhei-ten, Fehltritte, Schwachpunkte hi-naus existenzielle Krisen, psychologische Konflikte und die Motive Angst, Leiden, Zweifeln und Scheitern. Modell für eine ausge-feilt realistische Figurenzeichnung stehen Familienmitglieder und Freunde. Auf vielfach monumen-talen Leinwänden regieren eine detailpenible, überschwängliche Bildhaftigkeit, stürmische Meere, gewittrige Atmosphären und jene pointierten Licht Dunkel Kontras-te, die DeCinti seinen ergiebigen Auseinandersetzungen mit der historischen Technik des „Chia-roscuro» abgewinnt. Galerie/Musikstudio Gabriele Paque, Blücherstr. 14, bis 1. Septem-ber. Sa 14 bis 18 Uhr und nach Verein-barung unter (0228) 41076755.
Konzert um 15.30 Uhr mit Rasmus Vamos Fecher, Gitarre
spielt Werke von J.S. Bach, S. Dodgson und M.M. Ponce Programm: Johann Sebastian Bach: BWV 996 Stephen Dodgson Partita: Nr. 3 Manuel Maria Ponce: Sonata Nr. 3 Um eine Spende für den Künstler wird gebeten!
Vernissage: «Das Narrenschiff“ 17.00 Uhr
Nach dem Renaissance Dichter Sebastian Brant (1458-1521) . Einführungsvortrag mit Rafael Ramirez Máro und Gabriele Paqué Und anschließender Rundgang mit dem Künstler
19.April
Galerie geöffnet 14-18 Uhr
Konzert 17.00 Uhr Konzertreihe «Klavier, Klavier und nochmals Klavier» mit Diego Ares, Cembalo
Diego Ares, im Jahr 1983 im spanischen Vigo geboren, erhielt Klavierunterricht von Alis Jurgelionis und Aldona Dvarionaitė. Mit 14 Jahren gewann er den ersten Preis des Concurso RCN Vigo, mit 15 Jahren einen ersten Preis beim Concours International de Piano N. Rubinstein in Paris.
1998 begann er seine Ausbildung als Cembalist in Vigo bei Pilar Cancio. Mit 18 Jahren ging Diego Ares nach Holland um seine Studien am Conservatoire Royal de La Haye, und in Amsterdam bei Richard Egarr zu vertiefen. Im Jahr 2004 gewann er als Cembalist den zweiten Platz beim Concurso Permanente de Jóvenes Intérpretes de Espana. Im gleichen Jahr ging er an die Schola Cantorum Basiliensis und wurde Schüler von Jörg-Andreas Bötticher und Jesper B. Christensen. Das Diplom als Cembalist erhielt Diego Ares an der Schola Cantorum im Jahr 2007 mit Bestnote und besonderer Auszeichnung.
Diego Ares spielte zahlreiche Konzerte und Solo-Recitals in Frankreich und der Schweiz, darunter ein Konzert im Oktober 2010 in der Victoria Hall als Solist mit dem Orchestre de Chambre de Genève mit den Konzerten von Manuel de Falla und Frank Martin. In Deutschland spielte er auf dem Pleyel-Cembalo (1927) aus der Sammlung des Musikinstrumenten- Museums Berlin zur Eröffnung der dortigen Wanda Landowska-Ausstellung, begleitet durch das Ensemble Madrid-Berlin, in Holland beim Festival Oude Muziek Utrecht 2011 im Rahmen einer Tournée mit den Goldberg-Variationen sowie in Japan in der Tokyo Opera City Hall.
Im Jahr 2006 nahm Diego Ares J. S. Bachs Konzert d-Moll BWV 1052, dessen Branden- burgisches Konzert Nr. 5 sowie von Padre Antonio Soler das Preludium d-moll und Fandango mit dem Illa de Menorcha Orchestra unter der Leitung von Farran James für das katalanische Label Columna Música auf. Seine zweite CD-Einspielung beim Label Pan Classics, gewidmet der Musik von Pater Antonio Soler, wurde im Jahr 2010 mit einem Diapason d’Or aus- gezeichnet. Die jüngste Aufnahme mit Werken Domenico Scarlattis ist bei PAN CLASSICS im Frühjahr 2012 mit dem Titel «Vivi felice» erschienen. Die Aufnahme erhielt, wie bereits die erste Solo-Einspielung, wieder einen Diapason d’Or.
Diego Ares lebt in Basel und setzt seine Studien bei Jesper B. Christensen und dem Pianisten Lazlo Gyimesi fort. Seit 2014 vertritt er Prof. Marieke Spaans in der Musikhochschule Trossingen für das Fach Cembalo und Hammerklavier.
Programm
P. Fr. ANTONIO SOLER (1729-1783)
«el Diablo vestido de fraile» 11 SONATEN D Dur (SR. 74, Andante) g moll (JN. 11) c moll (SR. 18, Cantabile) g moll (SR. 81, Prestissimo) D Dur (SR. 37) h moll (SR. 10, Allegro) Es Dur (SR. 96, Pastoral) F Dur (SR. 89, Allegro) c moll (SR. 100,Adagio-Largo) D Dur (SR. 84, Allegro) Es Dur (SR. 105, Adagio) PRELUDIO & FANDANGO
Eintritt: 15,-€ und erm. 10,- €
25.April
Galerie geöffnet 14-18 Uhr
Konzert 17.00 Uhr Schillernder Abend im spanischen Kolorit für Klavier und Gitarre mit Studierenden der Klassen Prof. Sheila Arnold und Prof. Hubert Käppel
Ein Italiener in Madrid Don Domingo Escarlate alias Domenico Scarlatti (26. Oktober 1685 in Neapel – 23. Juli 1757 in Madrid) am Hofe der Königin Maria Barbara von Spanien Ein Kaleidoskop aus Elementen andalusischer Gesangs- und Instrumentalmusik, bizarren Rhythmen und eigentümlicher Klaviereffekte Zigeunermusik mit dem rasselnden Feuerwerk der Kastagnetten, Rasgueado Klänge der Gitarren Klagende Gesänge und die Leidenschaft der Tänzer Fröhlichkeit und das Stampfen der Füße in ländlicher Ausgelassenheit Akrobatische Kunststücke am Klavier und überbordende Spielfreude
Eintritt: 15,-€ und erm. 10,- €
09.Mai
Galerie geöffnet 14-18 Uhr
Konzert 17.00 Uhr Studentinnen von Prof. Sheila Arnold (Musikhochschule Köln) spielen Werke der Wiener Klassik
Wei Lee.
Wei Lee wurde 1992 in Taiwan geboren. Dort erhielt sie mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht bei Hsiu-Ling Lu, dann bei shan-shan Wang, danach bei Wan-Chun Tang und Andrei Yeh. Ab ihrem 12. Lebensjahr besuchte sie für 6 Jahre die Spezialschule für Musik in Taipei, wo sie in Klavier, Chinesischer Violine, Querflöte, Gehörbildung, Harmonielehre und Europäischer Musikgeschichte unterrichtet wurde. In dieser Zeit trat sie auch als Solistin mit dem Klavierkonzert von Franz Liszt auf, begleitet von dem Orchester der Spezialschule für Musik. 2005 gewann Wei Lee den 1. Preis beim National Music Contest Taiwan, 2008 gewann sie den 2. Preis beim International Piano Competition Taiwan und 2009 den 1. Preis beim Student Music Contest Taipei in der Kategorie Kammermusik als Klavierquintett. Im Jahr 2011 schloss sie ihr Abitur an der New Taipei Municipal Hsin-Tien Senior High School mit Auszeichnung ab. Im Sommer 2011 besuchte Wei Lee für zwei Wochen einen Kurs bei Robert Levin am Mozarteum in Salzburg. Im folgenden Wintersemester 2011/2012 kam sie nach Deutschland und begann ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Bachelor of Music Klavier bei Michael Rische, wechselte aber nach einem Semester zu Prof. Sheila Arnold. Noch im gleichen Jahr nahm sie innerhalb der Hochschule an einem Kurs zur historischen Aufführungspraxis teil und hatte Unterricht auf dem Cembalo. Seit 2012 konzertiert sie regelmäßig in Köln und Umgebung, unter anderem im Musikstudio Gabriele Paqué in Bonn und bei der Claviernacht der Hochschule für Musik und Tanz Köln, bei der sie auch an dem historischen Erard-Hammerflügel der Hochschule auftrat. Als Solistin nahm sie 2014 am Klavierfestival Ruhr teil
Da-Ai. Kim
1991 geboren in Uijeongbu (Südkorea) und besuchte von 2007-2010 die Sun Hwa Arts High school. Seit 2012 bis studiert sie bei Prof. Sheila Arnold an der Musikhochschule in Köln. Preise: 2010 Eumak Journal Concours 2.Preis Heyri Music Concours 2.Preis Sahmyook University Music Concours 2.Preis Haneum Music Concours 2.Preis Seoul Philharmonic Music Concours 2.Preis
Programm:
Wei Lee spielt Ludwig van Beethoven: Sonata No.24, Op.78 Fis-Dur. Louise Farrenc : aus 30 Etüden Op.26 No.1 C-Dur , No.2 C-Dur, No.3 a-moll , No.10 fis-moll, No.22 f-moll, No.30 d-moll Air russe varie » Op.17 Robert Schumann: ‘ ‘ Allegro» Op.8 Da-Ai Kim spielt Franz Schubert: Impromptus D 899 Wolfgang Amadeus Mozart Sonate Nr. 6 in D-Dur KV 284
Allegro
Rondeau en polonaise
Tema con variazione
Eintritt: 15,-€ und erm. 10,- €
16 April
Galerie geschlossen 14-18 Uhr
Interne Veranstaltung
23.April
Galerie geöffnet 14-18 Uhr
Konzert 17.00 Uhr «Verwandtschaften“ Claviermusik von Carl Philipp Emanuel Bach und seinen nahen und fernen Verwandten mit Sigrun Stephan, Klavier
Mit Musik von Carl Philipp Emanuel Bach und von seinem Vater Johann Sebastian Bach wird eine der großartigsten Verwandtschaften der Musikgeschichte in diesem Konzert beleuchtet. Auch Wilhelm Friedemann Bach wird mit von der Partie sein, wenn es mit der Cembalistin Sigrun Stephan um gleiche oder auch ungleiche Paare geht. So gibt es unter anderem Verwandtschaften durch Herkunft, Schüler-Lehrerverhältnisse, oder aber Verwandtschaften in der Anlage der Kompositionen. Johann Kuhnau (der Amtsvorgänger von J.S. Bach) und Johann Gottfried Müthel (der letzte Schüler von J.S. Bach) werden Höhepunkte des Programms sein. Alle waren absolute Könner in der besonderen Behandlung des Clavichords, sowohl als Komponisten wie auch als Virtuosen auf diesem exklusiven Instrument. Freuen Sie sich auf ein besonderes Konzert mit einem ganz besonderen Instrument…., der zartesten Versuchung, seit es Tasten gibt!
Sigrun Stephan
In Eisenach, derselben Stadt wie Johann Sebastian Bach geboren zu sein, erfüllte die Cembalistin Sigrun Stephan schon als Kind mit Stolz. In Weimar, wo sie die Spezialschule für Musik besuchte und Klavier studierte, wurde sie durch eine Gedenktafel für Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach beinahe täglich daran erinnert, dass es außer dem Klavier noch andere wunderbare Tasteninstrumente gibt. Der Wunsch das Cembalo zu erkunden verschlug sie ausgerechnet in das Ruhrgebiet. Dort studierte sie bei Ludger Remy an der Folkwanghochschule Essen, dazu kamen zusätzliche private Studien bei Robert Hill und Bob van Asperen. Im Anschluss an das Cembalostudium hatte sie einen Lehrauftrag an der Folkwanghochschule inne. Außerdem spielt sie in verschiedenen Ensembles Continuo, ist solistisch tätig und wirkte bei zahlreichen CD-Produktionen mit. Sigrun Stephan ist Mitbegründerin von «Balletto Terzo», einem Ensemble, das durch besondere Programme mit Musik und Text für Ohren und Augen auf sich aufmerksam macht. Seit 2006, inspiriert von Menno van Delft und erstklassig angeleitet durch Gerald Hambitzer, widmet sich Sigrun Stephan intensiv dem Clavichord und hat sich solistisch auf dieses ausdrucksstarke, sensible Instrument spezialisiert. Ihr Motto «Lautstärke beweist gar nichts» stammt von Mark Twain.
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Praeludium und Fuge B-Dur BWV 866 (aus WK I)
Johann Kuhnau (1660-1722)
aus den „Biblischen Historien“: “Der todtkrancke und wieder gesunde Hiskias”
Carl Philipp Emanuel Bach (1714 -1788) Württemberg. Sonate a-moll
Moderato
Andante
Allegro assai Aus dem “Fitzwilliam Virginal Nicholas Strogers Martin Peerson William Byrd Anonymus Orlando Gibbons Book” (um 1610) Fantasia Alman Coranto Praeludium und Allemanda The Italian Ground ***PAUSE***
Johann Kuhnau (1660-1722)
Partie No.6 a-moll
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Praeludium und Fuge G-Dur BWV 884 (aus WK II)
Johann Adam Reincken (1623-1722)
Suite in G
Praeludium
Fuga
Allemande
Courrante
Sarabande
Menuet
Allemande
Courande
Sarabande
Gigue
Johann Gottfried Müthel (1728-1788) Sonata F-Dur
Allegro
Largo e staccato
Presto
Eintritt: 15 Euro, 10 Euro ermäßigt
06.06.2015
Galerie geöffnet
14-18 Uhr
13.06.2015
Galerie geöffnet
14-18 Uhr
20.06.2015
Galerie geöffnet
14-18 Uhr
27.06.2015
Galerie geöffnet
14-18 Uhr
04.07.2015
Galerie geöffnet
14-18 Uhr
Nach telefonischer Vereinbarung ist eine Besichtigung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. 0228-41076755
Vernissage am 19. September mit den Künstlern Antonio Máro und Rafael Ramirez Máro, Hauset (Belgien)
Maler Alejandro Decinti stellt im Rahmen der artibus-ausstellungsreihe in der Burg-Galerie aus
STOLBERG. Nachdem sich Kurator und Künstler Rafael Ramírez Máro in der ersten Artibus-Ausstellung mit malerischen Mitteln der literarischen Vorlage „La Celestina“ gewidmet hat, schließt sich mit der letzten 2014er Artibus-Schau der Kreis. Der in Madrid lebende chilenische Künstler mit italienischen Wurzeln Alejandro DeCinti ließ sich für einen umfangreichen Bilderzyklus ebenfalls von der Literatur inspirieren, und seine Werke sind ab Sonntag, 12. Oktober, in der Burg-Galerie zu sehen. DeCinti nimmt „Das Narrenschiff“ als Grundlage seiner eindrucksvollen Serie. Sebastian Brants spätmittelalterliche Moralsatire wurde 1494 erstmals gedruckt.
Mit faszinierendenWerken widmet alejandro DeCinti sich in der nächsten artibus-kunstausstellung in der stolberger Burg der literarischen Vorlage „Das Narrenschiff“. Foto: Veranstalter
Drei Jahre später erfolgte die Übersetzung ins Lateinische und darauf in verschiedene Landessprachen, so dass das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation in ganz Europa Verbreitung fand. Brant hält im „Narrenschiff“ der Gesellschaft den Spiegel vor, zeigt mittels Übertreibung und Karikatur die menschlichen Schwächen auf, kritisiert den vorherrschenden Zeitgeist. Diese Kritik des Humanisten Sebastian Brant bezüglichLaster undDummheit der Menschen überträgt Alejandro DeCinti äußerst kunstvoll in seine Werke. Der Maler hinterfragt das menschliche Naturell psychologisch etwa mit intimen Einblicken in das Alltägliche. Für die in der Burg-Galerie gezeigten groß- und mittelformatigen Exponate bedient Decinti sich der altmeisterlichen Technik des „Chiaroscuro“ – der in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten Hell-Dunkel-Malerei. DeCinti schlägt die Brücke von der mittelalterlichen Literaturvorlage über Malstil von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne. Seine Bilder weisen eine tiefe Anziehungskraft auf, sie vereinen nicht nur verschiedene Epochen sondern sind zeitlos wie anscheinendmanche menschliche Fehlbarkeiten. Der Schiffbruch ist die Metapher für die widersprüchliche bis absurde Existenz des Menschen in dem von der Menschheit selbst geschaffenen Kontext. Das Scheitern ist vorprogrammiert wie abwendbar gleichermaßen, das Problem und die Lösung sind identisch: der Mensch. Vor der Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des städtischen Kulturprogramms findet ebenfalls im Wahrzeichen der Kupferstadt ein klassisches Konzert statt: Anne- Sophie Lamaire (Violine) und Rafael Theissen (Piano) intonieren am Nachmittag im Rittersaal anlässlich des spanischen Nationalfeiertags Sonaten für Violine und Klavier, bevor am frühen Abend die Vernissage zu der Artibus- Schau „Das Narrenschiff“ mit den Werken von DeCinti in der Burg- Galerie beginnt.
(dim)
Die Vernissage der artibus-ausstellung „Das Narrenschiff“ mit Werken von Alejandro DeCinti beginnt am sonntag, 12. oktober, um 18 Uhr in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil- Platz. Die ausstellung ist bis einschließlich sonntag, 9. November, bei freiem eintritt zu sehen. Öffnungszeiten der Burg-Galerie: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Ein Konzert mit sonaten für Violine und klavier anlässlich des spanischen Nationalfeiertags präsentieren vor der eröffnung der kunstausstellung anne-sophie Lamaire (Violine) und Rafael Theissen (Piano) um 16 Uhr im Rittersaal der Burg.
Von: Jule Klieser Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014, 10:27 Uhr
STOLBERG. „Das Narrenschiff“ ist derzeit in der Stolberger Burg in Form einer Gemäldeausstellung unterwegs. Hildegard Nießen, ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin, eröffnete die Schau von Arbeiten des Künstlers Alejandro DeCinti in der Burggalerie am Wochenende.
Sie sind im Leben und auf dem Gemälde Freunde: der Kurator Rafael Ramirez Maro (l.) und der Künstler Alejandro DeCinti, der einige seiner Gemälde derzeit in der Burggalerie ausstellt. Foto: J. Klieser
Die von skurriler Fantasie überbordenden, teilweise großformatigen Bilder greifen Themen der mittelalterlichen Literaturvorlage auf, dem „Narrenschiff“ von Sebastian Brant. Um menschliche Laster und Schwächen geht es in diesem satirischen Werk, und Alejandro DeCinti transportiert diese bildgewaltig mit alter Maltechnik in die heutige Zeit. Intensiv und manchmal alptraumhaft wie Bilder der alten Meister wirken diese Gemälde, und es ist nicht sicher, wie viel Ernst und wie viel Augenzwinkern der Künstler hineingelegt hat. Sicherlich will er seine Familienangehörigen, deren Porträts in den Narrenschiff-Geschichten verewigt sind, weder dem Spott noch der Seelenschau preisgeben. Sich selbst nimmt der Künstler jedoch auf die Schippe mit dem Bild „Schiffbruch“, auf dem sein Kopf in einem Boot über einen stürmischen Ozean treibt. Aus seinem Kopf, dem „Kopf eines großen Ego“, wächst ein kahler Baum mit Mensch im Geäst. Das sind seine Hirngespinste, erklärt DeCinti. Das Meer sei Symbol für das Leben, das Schiff ist das Individuum. „Ein Mensch geht durch das Leben, manchmal ist es ein gutes, manchmal ein schlechtes Leben. Es nimmt kein gutes Ende, wenn man Dummheiten macht“, erläutert DeCinti seine Sicht auf die mittelalterliche Moralschrift und was davon auch heute gilt.
Übertriebene Darstellungen
Mit seinen Bildern möchte er zum Nachdenken anregen. Wenn der Betrachter die zugrunde liegenden Geschichten kennt, kann das gelingen. Von einem Stein der Verrücktheit, der alles böse macht, erzählt eine Legende. Im Bildnis einer liegenden Frau, die die Züge von DeCintis Ehefrau trägt, kann ein Alchimist den fatalen Stein von ihr entfernen. Mit ziemlich eigenartigen Sujets und teilweise übertriebenen Darstellungen ist der Betrachter also konfrontiert. Doch der Faszination des Seltsamen und dem starken, lebensechten Ausdruck der Figuren kann sich keiner entziehen. Von den vielen Preisen, Auszeichnungen und Projekten des Künstlers, der in 1973 Chile geboren wurde und heute in Spanien lebt, berichtete Luis Alvarez, ehemaliger Prokurist und Werksleiter von KME, in seiner Ansprache bei der Ausstellungseröffnung. Er beschrieb DeCinti als einen herausragenden Vertreter des zeitgenössischen spanischen Realismus. Alvarez: „Die Visionen des Künstlers bekommen mit Hilfe von Licht, Farben und Formen eine neue Realität.“ Seltsames und Lebensechtes faszinieren – Lesen Sie mehr auf: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/seltsames-und-lebensechtes-faszinieren-1.936386#plx690824658
Del 12 Octubre al 9 Noviembre de 2014
Obras pertenecientes a los ciclos: “Nave de Necios”
Seltsames und Lebensechtes faszinieren
Von: Jule Klieser Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014, 10:27 Uhr
STOLBERG. „Das Narrenschiff“ ist derzeit in der Stolberger Burg in Form einer Gemäldeausstellung unterwegs. Hildegard Nießen, ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin, eröffnete die Schau von Arbeiten des Künstlers Alejandro DeCinti in der Burggalerie am Wochenende.
Sie sind im Leben und auf dem Gemälde Freunde: der Kurator Rafael Ramirez Maro (l.) und der Künstler Alejandro DeCinti, der einige seiner Gemälde derzeit in der Burggalerie ausstellt. Foto: J. Klieser
Die von skurriler Fantasie überbordenden, teilweise großformatigen Bilder greifen Themen der mittelalterlichen Literaturvorlage auf, dem „Narrenschiff“ von Sebastian Brant. Um menschliche Laster und Schwächen geht es in diesem satirischen Werk, und Alejandro DeCinti transportiert diese bildgewaltig mit alter Maltechnik in die heutige Zeit. Intensiv und manchmal alptraumhaft wie Bilder der alten Meister wirken diese Gemälde, und es ist nicht sicher, wie viel Ernst und wie viel Augenzwinkern der Künstler hineingelegt hat. Sicherlich will er seine Familienangehörigen, deren Porträts in den Narrenschiff-Geschichten verewigt sind, weder dem Spott noch der Seelenschau preisgeben. Sich selbst nimmt der Künstler jedoch auf die Schippe mit dem Bild „Schiffbruch“, auf dem sein Kopf in einem Boot über einen stürmischen Ozean treibt. Aus seinem Kopf, dem „Kopf eines großen Ego“, wächst ein kahler Baum mit Mensch im Geäst. Das sind seine Hirngespinste, erklärt DeCinti. Das Meer sei Symbol für das Leben, das Schiff ist das Individuum. „Ein Mensch geht durch das Leben, manchmal ist es ein gutes, manchmal ein schlechtes Leben. Es nimmt kein gutes Ende, wenn man Dummheiten macht“, erläutert DeCinti seine Sicht auf die mittelalterliche Moralschrift und was davon auch heute gilt.
Übertriebene Darstellungen
Mit seinen Bildern möchte er zum Nachdenken anregen. Wenn der Betrachter die zugrunde liegenden Geschichten kennt, kann das gelingen. Von einem Stein der Verrücktheit, der alles böse macht, erzählt eine Legende. Im Bildnis einer liegenden Frau, die die Züge von DeCintis Ehefrau trägt, kann ein Alchimist den fatalen Stein von ihr entfernen. Mit ziemlich eigenartigen Sujets und teilweise übertriebenen Darstellungen ist der Betrachter also konfrontiert. Doch der Faszination des Seltsamen und dem starken, lebensechten Ausdruck der Figuren kann sich keiner entziehen. Von den vielen Preisen, Auszeichnungen und Projekten des Künstlers, der in 1973 Chile geboren wurde und heute in Spanien lebt, berichtete Luis Alvarez, ehemaliger Prokurist und Werksleiter von KME, in seiner Ansprache bei der Ausstellungseröffnung. Er beschrieb DeCinti als einen herausragenden Vertreter des zeitgenössischen spanischen Realismus. Alvarez: „Die Visionen des Künstlers bekommen mit Hilfe von Licht, Farben und Formen eine neue Realität.“ Seltsames und Lebensechtes faszinieren – Lesen Sie mehr auf: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/seltsames-und-lebensechtes-faszinieren-1.936386#plx690824658
Bilderzyklus zu mittelalterlicher Moralsatire
Maler Alejandro Decinti stellt im Rahmen der artibus-ausstellungsreihe in der Burg-Galerie aus
STOLBERG. Nachdem sich Kurator und Künstler Rafael Ramírez Máro in der ersten Artibus-Ausstellung mit malerischen Mitteln der literarischen Vorlage „La Celestina“ gewidmet hat, schließt sich mit der letzten 2014er Artibus-Schau der Kreis. Der in Madrid lebende chilenische Künstler mit italienischen Wurzeln Alejandro DeCinti ließ sich für einen umfangreichen Bilderzyklus ebenfalls von der Literatur inspirieren, und seine Werke sind ab Sonntag, 12. Oktober, in der Burg-Galerie zu sehen. DeCinti nimmt „Das Narrenschiff“ als Grundlage seiner eindrucksvollen Serie. Sebastian Brants spätmittelalterliche Moralsatire wurde 1494 erstmals gedruckt.
Mit faszinierendenWerken widmet alejandro DeCinti sich in der nächsten artibus-kunstausstellung in der stolberger Burg der literarischen Vorlage „Das Narrenschiff“. Foto: Veranstalter
Drei Jahre später erfolgte die Übersetzung ins Lateinische und darauf in verschiedene Landessprachen, so dass das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation in ganz Europa Verbreitung fand. Brant hält im „Narrenschiff“ der Gesellschaft den Spiegel vor, zeigt mittels Übertreibung und Karikatur die menschlichen Schwächen auf, kritisiert den vorherrschenden Zeitgeist. Diese Kritik des Humanisten Sebastian Brant bezüglichLaster undDummheit der Menschen überträgt Alejandro DeCinti äußerst kunstvoll in seine Werke. Der Maler hinterfragt das menschliche Naturell psychologisch etwa mit intimen Einblicken in das Alltägliche. Für die in der Burg-Galerie gezeigten groß- und mittelformatigen Exponate bedient Decinti sich der altmeisterlichen Technik des „Chiaroscuro“ – der in der Spätrenaissance und im Barock entwickelten Hell-Dunkel-Malerei. DeCinti schlägt die Brücke von der mittelalterlichen Literaturvorlage über Malstil von Renaissance und Barock bis hin zur Moderne. Seine Bilder weisen eine tiefe Anziehungskraft auf, sie vereinen nicht nur verschiedene Epochen sondern sind zeitlos wie anscheinendmanche menschliche Fehlbarkeiten. Der Schiffbruch ist die Metapher für die widersprüchliche bis absurde Existenz des Menschen in dem von der Menschheit selbst geschaffenen Kontext. Das Scheitern ist vorprogrammiert wie abwendbar gleichermaßen, das Problem und die Lösung sind identisch: der Mensch. Vor der Eröffnung der Ausstellung im Rahmen des städtischen Kulturprogramms findet ebenfalls im Wahrzeichen der Kupferstadt ein klassisches Konzert statt: Anne- Sophie Lamaire (Violine) und Rafael Theissen (Piano) intonieren am Nachmittag im Rittersaal anlässlich des spanischen Nationalfeiertags Sonaten für Violine und Klavier, bevor am frühen Abend die Vernissage zu der Artibus- Schau „Das Narrenschiff“ mit den Werken von DeCinti in der Burg- Galerie beginnt.
(dim)
Die Vernissage der artibus-ausstellung „Das Narrenschiff“ mit Werken von Alejandro DeCinti beginnt am sonntag, 12. oktober, um 18 Uhr in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil- Platz. Die ausstellung ist bis einschließlich sonntag, 9. November, bei freiem eintritt zu sehen. Öffnungszeiten der Burg-Galerie: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Ein Konzert mit sonaten für Violine und klavier anlässlich des spanischen Nationalfeiertags präsentieren vor der eröffnung der kunstausstellung anne-sophie Lamaire (Violine) und Rafael Theissen (Piano) um 16 Uhr im Rittersaal der Burg.
STOLBERG. Wenn am morgigen Sonntag um 12 Uhr die Artibus-Ausstellung in der Burg-Galerie eröffnet wird, ist es nicht nur die zweite Schau des Künstlers Rafael Ramírez Máro in dieser Reihe. Der in der Euregio lebende und arbeitende und aus Peru stammende Künstler übernimmt in diesem Jahr zudem die künstlerische Leitung der Ausstellungsserie im Rahmen des städtischen Kulturprogramms. Mit dem neuen Artibus-Kurator hat sich Dirk Müller unterhalten.
„LA CELESTINA“ AB MORGEN IN BURG-GALERIE
Die Vernissage zu „La Celestina“ beginnt am Sonntag, 16. Februar, um 12 Uhr in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil-Platz, mit einer Einführung durch den Künstler Rafael Ramírez Máro. Sie wird musikalisch von Alexander-Sergei Ramírez an der klassischen Gitarre begleitet. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis einschließlich Sonntag, 25. März, zu sehen. Öffnungszeiten der Burg-Galerie: samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr.
Nicht nur Künstler, sondern jetzt auch noch Kurator der Artibus-Reihe. Zum Auftakt des diesjährigen Programms stellt Rafael Ramírez Máro an morgen eigene Werke in der Burg-Galerie aus. Foto: D. Müller
Wie sind Sie von Peru in die Euregio gelangt?
Ramírez Máro: Auch wenn mein Vater Apolo Ramírez in Peru ein anerkannter und erfolgreicher Frauenarzt gewesen ist, war das kulturelle Niveau in Peru nicht sonderlich hoch. So hat sich meine Familie in den 60er Jahren in Deutschland angesiedelt, wo mein Vater und ich unter seinem Künstlernamen Antonio Máro ab 1972 zusammenarbeiteten und zum Beispiel dann 1978 gemeinsam das 20 Mal 6 Meter große Wandgemälde für die Meinerzhagener Stadthalle malten. Gleichzeitig ging ich auch zur Schule und studierte in Essen-Werden in der Folkwangschule Violine. Später machte ich dann auch in Deutschland das Abitur. Anschließend habe ich aber in Peru bei Barockmalern studiert. Meine weiteren Stationen während des Studiums von Kunst waren Lüttich, Köln, Wien und Madrid, wo ich rund zehn Jahre lang gelebt habe. 2007 habe ich dann das Haus meiner Eltern übernommen und in ein Kulturzentrum umgewandelt.
Dieses befindet sich aber nicht in Deutschland, sondern im belgischen Hauset . . .
Ramírez Máro: Ja, denn die strategische Lage ist sehr günstig. Da mein Vater zum Beispiel in Amsterdam, Brüssel, Paris, Antwerpen oder Köln seine Werke ausstellte, war die alte Villa in Hauset optimal. Von dort aus sind viele Städte gut zu erreichen.
Sie haben in dem Haus das „Ramírez Máro Institut“ etabliert. Was verbirgt sich hinter diesem Kulturzentrum unweit der deutschen Grenze?
Ramírez Máro: Das Institut basiert auf der Fortführung der Tradition des Künstlerhauses Máro. Seit dreieinhalb Jahrzehnten finden in dem ehemaligen Headquarter General Eisenhowers Kunstausstellungen, Events, Konzerte und Treffen hochrangiger Künstler statt. Es ist ein kultureller Schmelztiegel, in dem interdisziplinär und transparent gearbeitet wird. Offene Ateliers und offene Proben ermöglichen den Gästen Blicke hinter die Kulturkulissen, was mir sehr wichtig ist. Das Institut möchte Künstler allerdings nicht nur im Mutterhaus in Hauset zusammenrufen und vertreten, sondern sie auch in wichtigen, internationalen Ausstellungsräumen und Museen präsentieren.
Welche Verbindung haben Sie zu Stolberg?
Ramírez Máro: Ich stehe schon längere Zeit in Kontakt mit Christa und Karl-Heinz Oedekoven, die beispielsweise 2008 eine große Ausstellung im Museum Zinkhütter Hof organisiert haben. 2009 habe ich bei der von Kulturmanager Max Krieger organisierten Schau im Rahmen von Stolberg goes España Bilder in der Sparkasse ausgestellt. Am meisten beeindruckt hat mich sicherlich meine Ausstellung in der Artibus-Reihe, als ich 2010 in der Burg-Galerie meinen Holocaust-Zyklus gezeigt habe. Das war in mehrfacher Hinsicht sehr besonders.
Was hat Sie denn so an dieser Ausstellung beeindruckt?
Ramírez Máro: Um den Zyklus zu malen, habe ich mich in einem langen und intensiven Dialog mit dem Zeitzeugen Dr. Max Hamburger befunden, aus dem eine Freundschaft gewachsen ist. Dr. Hamburger, der in den Konzentrationslagern Ausschwitz und Buchenwald gefangen war, nahm an einer Podiumsdiskussion in der Burg-Galerie teil, und ich war sehr beeindruckt von den Stolbergern aller Altersklassen, die diese Veranstaltung besucht haben. Sie hatten ehrliches, offenes Interesse und begegneten dem Menschen Dr. Hamburger wie dem Thema mit Taktgefühl. Ich habe in der Burg-Galerie sehr viel Empathie gespürt, man kann sagen: Ich war berührt und gerührt von Stolberg. Auch wenn es einen Wermutstropfen gab. Die Schulen haben das Angebot, die Ausstellung zu besuchen und mit dem zu der Zeit 90-jährigen Zeitzeugen und KZ-Überlebendem ins Gespräch zu kommen, leider nicht wahrgenommen. Das war wirklich schade, denn heute besteht diese Gelegenheit nicht mehr. Der niederländische Arzt und Psychiater, der als Überlebender selbst Holocaust-Opfer therapiert hat, ist inzwischen gestorben.
Ab Sonntag stellen Sie nicht nur erneut in der Burg-Galerie aus, sondern sind jetzt auch Kurator der Artibus-Ausstellungsreihe.
Ramírez Máro: Ja, als Max Krieger mich gefragt hat, ob ich die künstlerische Leitung von Artibus übernehmen möchte, habe ich gleich an die für mich unvergessliche Atmosphäre bei der Ausstellung 2010 gedacht und sofort „Ja“ gesagt. Ich habe Stolberg schätzen gelernt und arbeite sehr gerne mit Max Krieger zusammen, so dass ich mich auch über einen längerfristigen Einsatz freuen würde.
Wie beurteilen Sie die gesamte Kunstszene in Stolberg?
Ramírez Máro: Es gibt hier enorm beeindruckende Bemühungen in Sachen Kunst. In dieser relativ kleinen Stadt bemerke ich so viel positives Engagement. Ich versuche es einmal in Relation zu setzen: Wenn es im größeren Aachen eine derart starke Kunst-Initiative gäbe wie in Stolberg, dann wäre Aachen die Kunst-Metropole schlechthin.
Was erwartet die Besucher der ersten Artibus-Ausstellung in diesem Jahr mit dem Titel „La Celestina“?
Ramírez Máro: Es werden großformatige Malereien und Zeichnungen von mir zu sehen sein und auch zwei Werke von Alejandro Decinti, die sich mit dem Thema „Celestina“ befassen. In meiner Malerei steht immer der Mensch im Vordergrund, und die Themenbereiche entnehme ich der Zeitgeschichte oder der Literatur, wobei Spiritualität, Philosophie und Psychologie eine Rolle spielen. So ist es auch bei meinem Zyklus „La Celestina“, einer Tragödie, die 1499 erstmals in Spanien veröffentlicht und von Fernando de Rojas geschrieben wurde. Es ist eines der drei wichtigsten literarischen Werke Spaniens und begründete maßgeblich die moderne europäische Literatur. In Deutschland ist „La Celestina“ derzeit leider weitgehend unbekannt. Mit dem Zyklus möchte ich meinen Dank für dieses literarische Werk zum Ausdruck bringen und gleichermaßen darauf hinweisen, dass es existiert, um Interesse für diese bedeutende Tragödie zu wecken.
Wie geht die Artibus-Reihe weiter?
Ramírez Máro: In einer Sonderausstellung wird der Kupferstädter Künstler Robert Schäfer großformatige Fotos zeigen und Stolberger Orte und Menschen aus einer anderen Sicht präsentieren. Passend zu dem diesjährigen Kulturfestival „Stolberg goes Euregio“ folgt dann eine Ausstellung mit mindestens zehn wirklich guten Künstlern aus der Euregio Maas-Rhein. In dieser Schau sehe ich genau wie in dem Kulturfestival eine große Chance für Stolberg. Künstler und Gäste aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland nehmen die Artibus-Reihe und ihren besonderen Ausstellungsort im ansprechenden Ambiente der Burg war und besuchen die Kupferstadt vielleicht wieder. In der vierten Schau stellt Antonio Máro, dessen Schaffen bereits viele Freunde in Stolberg gefunden hat, abstrakten Expressionismus aus, und mit der letzten Artibus-Ausstellung in diesem Jahr schließt sich der Kreis: Alejandro Decinti widmet sich wieder einem literarischen Thema, dem „Narrenschiff“ von Sebastian Brant, das 1994 gedruckt und das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation wurde. Mit intimen Einblicken in das alltägliche Leben hinterfragt der chilenische Künstler psychologisch die menschliche Natur.
La Celestina, por De Cinti Ya he dicho que en mi opinión La Celestina es una obra que en muchos aspectos se adelanta unos tres siglos a su tiempo. Esto se ve aumentado por nuestra visión parcial y sesgada de lo que la gente pensaba en siglos anteriores y qué es característico de nuestro tiempo. Ello hace que ciertos fragmentos de la obra de Rojas resulten de una modernidad sorprendente. Es un lugar común señalar que en nuestra época vivimos bombardeados por novedades, por noticias que parecen muy urgentes y que se van sobreponiendo unas tras otras sin que ninguna nos lleve mueva realmente. Para describir esas situaciones se han acuñado neologismos como infoxicación o stress informativo. Lo curioso es que en La Celestina ya se hablaba de eso mismo, aunque sin esos términos. Sempronio, en el tercer acto, señala:
Cada día vemos novedades y las oímos y las pasamos y dejamos atrás. Disminúyelas el tiempo, hácelas contingibles. ¿Qué tanto te maravillarías si dijesen la tierra tembló, u otra semejante cosa, que no olvidases luego? Así como: helado está el río, el ciego ve ya, muerto es tu padre, un rayo cayó, ganada es Granada, el rey entra hoy, el turco es vencido, eclipse hay mañana, la puente es llevada, aquel es ya obispo, a Pedro robaron, Inés se ahorcó. ¿Qué me dirás, sino que a tres días pasados o a la segunda vista no hay quien de ello se maraville?
Es curiosa la mezcla de ironía y humor negro aplicados a elementos claramente trágicos (la pobre Inés o el padre muerto), históricos (Granada, turco) o religiosos (el ciego, una clara referencia bíblica, y el obispo). La ráfaga sarcástica se lleva por delante sentimientos, historia y religión por igual. Nada es memorable, todo se olvida. Y esto, no lo olvidemos, a finales del siglo XV. El segundo fragmento sobre el que quiero llamar la atención es un una declaración de independencia por parte de Areusa (cuya pintura se reproduce a la izquierda, de los pinceles de DeCinti). En ella habla de la relación entre las criadas y las señoras para quienes trabajan y en cuya casa viven. Transcribo la edición modernizada de Soledad Puértolas:
Areusa, por De Cinti
Estas pobres muchachas tienen a todas horas en sus labios la palabra «señora». Por eso yo no estoy al servicio de ninguna. No soy de nadie, sino de mí misma. Y ¡cómo son las señoras de hoy! Las mozas les dan lo mejor de la vida y ellas les pagan el servicio de diez años con un vestido gastado y medio roto que ya no usan. Las insultan y maltratan, las tienen sojuzgadas, callan en su presencia. Y cuando se ven en el trance de casarlas, las calumnian, se inventan historias y falsos enredos con el mozo o con el hijo o les echan en cara excesivas confianzas con el marido o las acusan de traer hombres a casa, de robar una taza o perder un anillo, las azotan y las ponen en la puerta, levantándolas las faldas y dando gritos: «¡Vete, ladrona, puta, no dejaré que destruyas nuestra honra!». Las pobres muchachas viven a la espera de premios y obtienen castigo, esperan salir de la casa casadas y salen con menos de lo que tenían al legar, esperan vestidos y joyas de boda y se van desnudas y cargadas de ofensas. Eso es lo que obtienen, esos son sus beneficios y salarios. Quienes estaban obligados a darles marido les quitan el vestido. Su principal cometido es recorrer las calles, de puerta en puerta, entregando mensajes. Nadie las llama por su nombre, sino «puta» por aquí, «puta» por allá. «¿Adónde vas, tiñosa?» «¿Qué has hecho, bellaca?» «¿Cómo has comido esto, golosa?» «¡Qué mal has fregado la sartén, puerca!» «¡Qué sucio sucio llevas el manto, asquerosa!» «¡Qué tonterías dices, necia!» «¿Cómo has perdido el plato, descuidada?» «¿Dónde está la toalla, ladrona? Se la habrás dado a tu rufián». «Ven aquí, imbécil, no veo a la gallina moteada, ya la puedes buscar bien poque, si no aparece, te descontaré lo que vale del sueldo». Tales palabras van acompañadas de mil patadas, pellizcos, palos y azotes. No existe muchacha capaz de contestar a estas señoras. Ninguna, tampoco, capaz de aguantarlas. Para las señoras, el placer está en gritar, la dicha en reñir. Cuando ven las cosas bien hechas, no lo celebran. Madre, antes prefiero vivir en mi pobre casa, siendo señora de ella, que en el rico palacio de una de estas señoras, sometida y presa.
Desde luego es un fragmento que se puede analizar desde muchos puntos de vista (lingüístico, datando los insultos del siglo XV; antropológico, recogiendo los ejemplos de prendas y objetos de casa o de las relaciones sentimentales…). Pero en mi opinión los dos aspectos más llamativos son el social y el feminista. En él se hace una enorme crítica a las capas más adineradas de la sociedad de la época y al maltrato al que sometían a sus trabajadores. Y se hace con cantidad de ejemplos, incluso citando palabras de la señora, para que las acusaciones queden documentadas para la posteridad. Esta durísima crítica la realiza una mujer que decide mantenerse fuera de ese sistema y que se declara señora (también en el original) y se precia de no ser de otra sino suya. Una prostituta denunciando maltrato laboral y declarando su independencia económica. No es la típica imagen del siglo XV, ¿verdad?
L’Atelier d’Emmanuelle « Pequeña America », un rêve chilien Alejandro Decinti est né au Chili en 1973. Sa jeunesse s’imprégnera de la dictature. Son catalogue d’expo ne fait pas par hasard référence à un poème de Pablo Neruda « Pequeña America » avec toutes les contradictions que cela signifie.
C’est à Madrid qu’il réside, travaille sa peinture et crée une école d’art. Un très grand talent dans une petite galerie liégeoise, cela se souligne. La présence de ses toiles à Liège déverse un bonheur de couleurs, des éblouissements qui nous renvoient tout autant à la peinture flamande qu’aux œuvres de Goya.
L’être humain dévore ses toiles. La sensualité devient ombre. Hommes et femmes, hautains et pathétiques, enfants angéliques et purs, tristes et sensuels. Le sang chez ce Latino n’échappe pas à la tauromachie mais il y porte un regard en partie étranger, intellectuel.Le rouge chez lui n’est pas ipso facto synonyme de sang. Il peut s’épancher dans des bleus maléfiques respirant le bonheur apparent. L’ensemble de ses tableaux et personnages lorsqu’ils croquent l’Amérique rejoint les couleurs des années trente côté haute société, croulant sous les cocktails et la défonce d’une intelligentsia pétrie dans un ennui profond. Sublime et inquiétant. Il suffit d’entrer dans la toile mais s’avère dangereux d’en ressortir. Un artiste fabuleux…
“…Natura è quel che sappiamo – ma non abbiamo l’arte di dire – tanto impotente è la nostra sapienza a confronto della sua semplicità”, scriveva Emily Dickinson, sottolineando la difficoltà che l’uomo incontra nel misurarsi con la realtà. Apparentemente essa è materia facile da trattare, in fondo non è altro che ciò che ogni giorno ci passa sotto gli occhi, eppure nel corso della storia dell’arte è stata più volte oggetto di accanimenti e discussioni circa la sua effettuabile riproduzione.
Il religioso intento di rendere fedelmente la realtà fu caro ad un illustre spagnolo vissuto quattro secoli fa, Diego Velázquez, come al grande artista figurativo Antonio López García, che cinquan’anni fa sperimentava l’iperrealismo, spesso oltraggiato dagli ostinati sostenitori delle nuove tendenze.
La galleria 44, a pochi mesi dalla sua nascita, continua la sua missione nel promuovere la pittura figurativa con una collettiva che riunisce alcuni dei talenti della Fondazione Arte e Autori Contemporanei di Chinchón uniti da una comune aspirazione: fare della realtà oggetto di ricerca artistica.
L’accademia di Chinchón, a pochi chilometri da Madrid, non è solo un luogo deputato all’acquisizione di conoscenze e tecniche artistiche, ma è una vera fucina di pensiero, per così dire un cantiere intellettuale, dove il confronto e la riflessione rendono possibili l’esperienza pittorica come ultimo stadio di riflessione. Mentore della scuola è Gillermo Muñoz Vera, seguace di López García e grande sostenitore del realismo contemporaneo. Alejandro Decinti (1973, Santiago del Cile) nel suo grande quadro Full metal racket rende il film proiettato sul suo schermo punto nodale dell’intera scena, in cui si stagliano in primo piano delle gambe, che chiarificano l’azione.
Daniel Aguirre Aceval (DAO) (1973, Santiago del Cile) rende protagonisti del suo El último cielo un personal computer e un cestino della spazzatura attiguo, topoi moderni dell’arredo casalingo, e, sempre lui, non si astiene dal raffigurare la crudele sorte di una rondine morta tra i rifiuti e la polvere di un freddo pavimento.
Jorge Izquierdo (1978, Lima) fissa un gioco di repentini sguardi e gesti che si consumano durante un’amichevole partita a carte, rendendo la scena così vitale da permettere facilmente l’immedesimazione nella piece.
L’aspect le plus distinctif de cette exposition est certainement l’évidence d’une rupture, le solde d’une logique qui, ayant rencontré sa propre limite, a fini par se fractionner en propositions tournées vers des Futurs Renovateurs impossibles. C’est du moins ce que me suggère cette exposition qui nous invite à sonder les traces d’une rupture, encore fraîche et profonde, qui s’est inscrite dans le pèlerinage pictural d’Alejandro Decinti.
Lorsque j’ai eu l’opportunité de visiter Alejandro Decinti dans son atelier, il y a quelques semaines, et de pouvoir examiner sa production la plus récente, j’ai éprouvé une étrange sensation. Les peintures me sont apparues sous un jour nouveau, qu’il me semblait avoir pressenti auparavant : la consistance du geste figuratif, en tant que référent absolu, s’ouvrait à des propositions plus abstraites, comme s’il s’agissait d’une tentative de mettre sous nos yeux l’opération même de la peinture, bien au-delà de toute volonté de représentation mimétique. C’est la grande toile de fond qui nous permet de comprendre le jeu de relations complexe et novateur qu’il nous offre à travers les éléments de chaque peinture, les différents tableaux, les tableaux et les murs, le sol, l’air, le silence, la lumière et l’ombre.
La figure humaine est l’autre grand rempart de l’exposition. Elle se présente à nous comme une protagoniste absolue, mais il ne s’agit pas de n’importe quelle représentation. Alejandro Decinti nous confronte à sa réalité la plus proche, comme si nous regardions par le trou d’une serrure qui donnerait sur son intimité. Nous nous trouvons devant une thématique déjà explorée à plusieurs reprises par ce peintre. Aussi lorsqu’il confirme l’intérêt qu’il porte à cette thématique, en la transformant en une tentative de maintenir durant un laps de temps déterminé, des variations douces sur une même image, nous nous retrouvons face à l’énigme d’une pratique dont l’unique certitude est concentrée dans sa stricte visualité.
Dans ce sens, chaque œuvre est le fruit d’une réception, où l’artiste se comporte comme l’antenne de l’information qui lui est procurée – quasiment sans interférences ni bruits – par son entourage immédiat. Alejandro Decinti capte de cette manière ce qu’il possède intérieurement, et tout ce qui a lieu à l’extérieur de lui-même, l’intègre à son univers, sur un mode à la fois multiple et synchronique, dans une relation de vases communicants qui se matérialise avec efficacité dans ses œuvres.
Avec ces deux piliers à la base de son œuvre, nous pouvons porter notre regard sur une collection d’œuvres qui est le fruit d’une élaboration rigoureuse, mais qui ne représente pas seulement l’ambition artisanale d’un homme à la recherche de la maîtrise absolue de son art, mais dont les qualités formelles sont celles qui s’adaptent le mieux au monde qu’il veut nous dépeindre. Pour remplir ces objectifs, Alejandro Decinti élimine tout ce qui s’avère accessoire, ainsi que tout trait qui pourrait exprimer le doute ou l’impulsion incontrôlée, dans un effort quasi ascétique pour recourir seulement à l’essentiel.
Parfois, l’on peut éprouver la sensation que ce sont les propres tableaux qui ont demandé leur transformation, comme les personnages d’un roman demandent à l’écrivain un développement propre et différencié par rapport à l’histoire du créateur, dans ce vécu intime et continu que représente la peinture du processus d’élévation de la réalité aux paysages de l’esprit.
Si le but de l’art moderne est de se débarrasser de tout ce qui nous renvoie au présent, en ces jours qui courent vélocement, Alejandro Decinti, dans sa tentative d’unir rénovation et tradition, émerge, régi par ses propres lois, en projetant sur lui-même des nuances multiples qui nous ramènent à la clarté et à la franchise qui ont depuis toujours caractérisé ce créateur.
Esta interesante muestra nos ofrece la posibilidad de rastrear la inquietudes más recientes de Alejandro Decinti y Óscar Villalón en sus facetas de creadores y docentes. Mientras que en Alejandro Decinti advertimos la inclusión en algunas de sus obras recientes de elementos de la abstracción puestos al servicio de esquemas figurativos,Óscar Villalón denota un particular interés por rememorar sus vivencias, expresadas de una manera siempre sugerente.
En 2004 estos creadores fundan el Estudio de Pintura Decinti&Villalón en sus sedes de Castillo, 4 y Santa Feliciana, 19. Se trata de un ambicioso proyecto que aúna docencia académica en diferentes campos como métodos pictóricos, composición, dibujo, técnicas informáticas aplicadas a las artes plásticas o pintura al aire libre, junto con recientes propuestas como talleres de arte infantil, galería o espacio editorial. La función instructiva de estos artistas es, ciertamente, importante y plural. Para ellos no es una tarea menor. Del mismo modo que la universidad ha de reaccionar ante la evolución de las ciencias, ellos incluyen en su didáctica y metodología las continuas metamorfosis y mutaciones que sufre la creación pictórica mediante las aportaciones que ofrecen las nuevas tecnologías de la información, las aplicaciones informáticas, etc. Compartiendo espacio con las obras de Decinti y Villalón nos encontramos con lo más granado de la producción de sus discípulos. Se trata de lienzos que hablan de muchas cosas, pero su lectura no es nunca limitada. Podemos afirmar sin pudor que se trata de un grupo de autores que se caracterizan por la preponderancia de la comunicación, la sinceridad y la espontaneidad en sus respectivas realizaciones artísticas. Mediante esta modestia expositiva, los creadores consiguen una manera placentera de comunicar sus experiencias a partir de las pautas marcadas por sus jóvenes maestros. Este género de sugerencias apasiona pues las posibilidades creativas de los alumnos, estimulando y proveyendo de toda la libertad necesaria para la creación e interpretación de los temas que abordan en sus telas, desde fundamentos coherentes y sinceros, en relación con unos procedimientos pictóricos inculcados desde la base. Del mismo modo se evidencia un ponderado control racional sobre el resultado pictórico como el medio idóneo para llegar a una figuración esencial. La Escuela Técnica Superior de Ingenieros Navales, heredera de la antigua Academia de Ingenieros de la Armada creada por disposición de Carlos III en 1772, nos brinda el marco perfecto para esta interesante muestra y, si como dice el historiador francés Fernand Braudel «El mar es la riqueza», nosotros afirmamos que el arte nos enriquece y esta muestra nos deleita. Raúl Alonso Historiador del Arte
Volver a Info Flavio Arenzi La citta, i suoi abitanti. non sempre avvertono Ie prerogative dell’acqua. Decinti (Santiago del Cile, 1973) la rappresenta senza che vi sia partecipazione vivente alcuna, e finanche i muri o Ie costruzioni urbane non se ne diano pena. Essa scorre per Ie strade, ma talmente muta da non destare sospetto; intanto guarda ciò che la circonda, ne avverte il peso, dona leggerezza ala strutture poderose che vi si specchiano dentro. Si insinua tra Ie pieghe arrugginite dei tombini, ne riempie gIi stampati, scivola lungo i bordi ed imbeve il filtro dei mozziconi 0 Ie carte cascate o gettate dai Iegittimi proprietari. Non che cambi o se ne vada, né si nasconde, bensì rimane alla vista di passanti futuri (di chi volesse mai scorgerla) come il giudice di fronte all’imputato: visitatrice senza remore, né malinconie, delle sfortune umane. Riempie persino un lavabo e fa a gara col blul di un secchio e di una parete appena verniciata, di lei ben più blu. Perché l’acqua è trasparente, se non sporcata. Trasparente Come l’inesistenza. E non esistere elimina qualsivoglia problema.
Catalogar a Alejandro Decinti y a Oscar Villalón, sólo como dos pintores realistas, es arrojar poca luz sobre las obsesiones y preocupaciones que constituyen el trabajo de estos dos artistas eficazmente contemporáneos.
Si bien sus imágenes, todas ellas fruto de unos concienzudos estudios y análisis, manifiestan claramente sus preocupaciones por la relación entre el hombre y su entorno, el acercamiento que realizan a lo figurativo no ocurre como insurgencia frente a lo tecnológico o lo global, sino más bien aventurando un dialogo multidisciplinar. Nada es simple ni abandonado al azar, todo lo contrario, el estudio concienzudo es parte de una actitud creativa en donde lo formal es un vehículo para expresar un tema y viceversa, importando sólo el resultado final.
Con un repertorio figurativo, que busca la esencia en la forma de los objetos y configura un espacio a modo de ente activo, estos dos jóvenes maestros se inclinan hacía un vocabulario explícito en esencia para adentrarse en las ricas posibilidades del diálogo plástico entre pintura y realidad. Allí reside la modificación de lo ordinario para elevarlo a la categoría de sublime, como parte de un planteamiento conceptual. La pintura está, entonces, cargada de algo más que un significado, contiene la sorpresa del creador hacia lo no conocido, hacia aquellas atmósferas tangibles, donde el registro de su lectura solo necesita un mínimo de medios para hacer del discurso visual pictórico un acontecimiento.
Esta exposición nos recuerda la doble condición de artistas y docentes que tienen estos dos pintores. El arte está formado por verdades fragmentarias, verdades comunes que nos conducen inequívocamente hacia el conocimiento de la Historia del Arte, el artista es profesor, y la conciencia de la inmensa riqueza cultural del hombre contemporáneo se traduce en conceptos, en un arte de futuro.
La muestra se nos presenta como la culminación de un ciclo, un eslabón más en la carrera de estos dos pintores que se abren a un futuro lleno de proyectos y expectativas.
Decinti y Villalón nos trasladan, mediante su pintura, de su espacio local al espacio universal y metafórico del espíritu y el alma, un lugar en el que la curiosidad y el trabajo afanoso resultan en la calma sólida del artista, que no obedece a caprichos transitorios de la inspiración. La imaginación es fuente creadora, pero sólo resulta al lado del dominio de los medios plásticos y de la claridad de los objetivos. Así, ellos tienen la última palabra.
Peinture accomplie, par conntre, chez l’Espagnol AIejandro Decinti : travail de la couleur et de la lumière, tableaux vigouureux dans la langueur dénudée des modèles ou la maladresse de jeunes adolescents. C’est d’abord le geste qu’il peint et décompose en certains gros plans, esquisssant un décor qui n’est pas l’immportant et d’où les objets inutiles à cette vision sont oubliés. L’œil est capté par un instant figé dans un mouvement dont on ne connnaît ni l’origine ni la finalité, un peu comme une photographie prise au millième. Un talent inncontestable.
Por primera vez en Alemania desde hace más de un cuarto de siglo (en la parte oriental del país) con esta completa exposición, comenzó el intento de presentar en público una de las principales exposiciones del realismo contemporáneo en España, mediante más de 80 obras seleccionadas de las dos últimas décadas. Fueron presentadas exclusivamente pinturas y un selecto grupo de dibujos de un conjunto de 19 artistas de tres generaciones, de Madrid (con la inclusión de Chinchón) y Barcelona, como los dos centros más importantes hoy en día donde se considera que se encuentran los focos del realismo español. Los trabajos individuales completan el grupo de maestros que encarna tal vez la más importante escuela de pintores realistas de Europa, una escuela que se considera mientras tanto como histórica: El realismo español contemporáneo.
Lo ligado a la tradición caracteriza a este realismo, así como el acabado perfecto, también el perfecto dominio de los recursos, atmósferas densas y el encuentro del humanismo existencial, el cual expresan los cuadros, pero ante todo la más estrecha unión en la visión de la realidad, basada sobre un estudio intensivo de la naturaleza cono base, así como en la decisión de la apreciación de la escala de todos los trabajos de arte, y un decidido y crítico reflejo de lo contemporáneo más allá de retórica propagandística. En esencia este arte es como capturar un realismo sensual de lo cotidiano, en cuanto al contenido formal.
De análoga modestia son los motivos y temas de estos cuadros: naturaleza muerta, escenas de estudio, interiores, figuras humanas y –sobretodo- lo moldeado por el hombre y en general el desierto paisaje urbano. Toda la narrativa versa sobre la reflexión estética de la observación retrospectiva. La visión artística sublimina lo contemplado, en el color, luz y forma gracias a la fantasía de los pintores concentrada en una nueva realidad. Ninguna otra región geográfica ha producido en los últimos 30 años semejante cantidad, calidad y firmeza en la formación realista, y en continuación con su tradición, como podría también afirmarse en España.
Junto a todos los principios estilísticos el acuerdo de este arte es cálido igualmente pero también se preciben su enorme individualidad y diversidad.
El objetivo de la presentación no es por lo tanto lo principal a presentar sobre el realismo español de la actualidad, sino al mismo tiempo también la particularidad de cada individualidad en el intento de las tradiciones nacionales trabajadas hacía afuera, así como la especial importancia de ese arte que lleva la claridad ante los ojos en la pintura actual.
Amalia Avia, Cristian Avilés, DAO (Daniel Aguirre-Aceval), Alejandro Decinti, Carlos Díaz, César Galicia, Clara Gangutia, Jesús Ibáñez, Antonio López, Luis Marsans, María Moreno, Pedro Moreno Meyerhoff, Guillermo Muñoz Vera, Alejandro Quincoces, Isabel Quintanilla, Josep Roca-Sastre, Josep Santilari, Pere Santilari, Julio Vaquero.
El libro que acompaña la exposición ofrece una amplia cantidad de imágenes, información biográfica, documentación detallada y una completa introducción al tema, escrito por Michael Nungesser, un reconocido experto en el arte español, especialmente en el campo de la pintura contemporánea. Museum «Panorama Museum». Bad Frankenhausen. Deutschland
Alejandro Decinti (1973) hat mehrfach das Leben in der Großstadt dargestell, Menschen auf der Straße, vor dem Kino wartend – auch er, wie so viele andere spanische Realisten, angezogen von der urbanen Hauptschlagader Gran Via in Madrid – oder Menschen in Bars und Restaurants. Doch das einfache kleinstädtische Leben mit Haus, Garten und Hof – als Serie auch am Beispiel des idyllischen Museo ]aoquin Sorolla in Madrid vorgeführt, ehemals Wohnsitz des valencianischen Malers – nimmt einen großen Raum im Werk ein und bietet Gelegenheit für stillebenhafre Szenen. Beispiele hierfür sind «Patio de Raúl Alonso» (Hof von Raul Alonso) von 2002, das eine schlichte Hinterhofecke zeigt, »Materiales en el patio« (Materialien im Hof) von 2005 mit gewöhnlichen, auf dem Fußboden abgestellten Gebrauchsgegenständen, und «Alacena, fuente y membrillos» (Wandschrank, Schüssel und Quitten) von 2006, das am ehesten an den Typus des barocken spanischen Stillebens anschließt und in einer Mauervertiefung aus wenigen Dingen eine spannungsreiche Gegenstandskonstellation erstehen lässt.
Das familiäre Leben im Haus ist Motiv vieler Bilder von Decinti und häufig Anlass für Interieurs mit komplexen Sichtverweisen, die mittels offen stehender Türen verschiedene Zimmer, Flure und Treppenhaus visuell miteinander verbinden und einzelne Personen (manchmal, von Bildoder Türrand angeschni rren, gleichsam nur fragmentarisch anwesend) bei alltäglichen Verrichtungen aufscheinen lassen. Immer wieder stellt Decinti Frau und Kinder dar: ihre Gesichter, Teile des Körpers, halbnackt, sitzend oder stehend, vielfach im Bett liegend, träumend oder schlafend wie Tochter Alma im Gemälde «Para Alma» (Für Alma) von 2002, das sie in entspannter Haltung zeigt, ein Bein angezogen im Bett, das andere frei baumelnd. Wie in vielen dieser Familienbilder sind Körper und Teile der nächsten Umgebung realistisch dargestellt, andere Bildpartien weisen abstrahierende und freie Farbkompositionen auf, die den Raum öffnen, dynamisieren und eine Atmosphäre von Wärme und Vertrautheit schaffen, in denen die Personen manchmal wie zu schweben scheinen.
Die Hand der Mutter
streichelt
das weiche Haar ihres weinenden Kindes.
Liebeshände
berühren zärtlich
die fein geschwungenen Lippen,
vor dem ersten Kuss,
suchen die warmen Brüste der Geliebten.
Der Arzt
reicht dem ängstlichen Sterbenden
seine H an, führt ihn auf den Weg …
Der Mönch
faltet seine Hände zum Gebet, zu Gott …
Die Hand,
sie fordert auf, lädt ein
zu sprechen, zu fragen, zu antworten,
einfach DU zu sein!
Komm,
lasst eure Hände sprechen, sich kümmern, sorgen, tanzen
im Duett,
das Menuett,
der Walzen, Tange du Liebe
“I sit in the library,” a patient once said of his long days, “and try to force a daydream.” About his own illness, he said, “it’s like a patch over one eye. Or like being in a submarine: you can’t see what’s above the water if you don’t lift the parasite. But of course,” he added, “it’s also a free sky.”
He was speaking English, but also another language, not just the language of schizophrenia, in which he is fluent: It was more like the language of haiku.
We should learn it. Words, condensed and brilliantly chosen, could clarify a lot of common obscurities. In its guidelines, the Haiku Society of America describes the poetic qualities of wabi sabi: wabi, “unpretentious suchness of the ordinary,” and sabi, “a sense of hopeful sadness or recognition that nothing lasts, nothing is perfect, nothing is finished.” Oh no, you think, another fancy existential round-you-go. But the point is not to speak existentially. It is to speak essentially.
We use words constantly, frantically, hopefully, desperately, and yet, generically, without taking the time to notice what we are saying. Would the world change if we each spoke a variant of haiku? If not (and we might argue here), would it at least change if we listened?
Putting things idiosyncratically—outside of their pro forma descriptions, the kind you can hear while doing other things—is poetry, prayer, pillow talk. Or it’s standard fare. For instance, apparently the Zulu translation for the English phrase “far away” is, “Where one cries, Mother, I am lost.” It strikes the heart down to hear. Then there is a Fuegian seven-syllable word that in English translates to: “they look at each other, each waiting for the other to offer to do that which both desire but neither wishes to do.” This is the opposite of being struck dumb. This is being struck into understanding.
Words used this way tell us what we know but hadn’t known we knew. They give the truth a shape you feel compelled to share. You want to turn to the stranger next to you and marvel: “Mother, I am lost.” It wouldn’t be so bad to speak outside the vernacular in order to share more truth.
painting of well-used red open-toed dancing shoes Willow Bader, After the Dance, 2010, Encaustic, 12 x 12 in
The other day I saw my schizophrenic poet again. I was wobbling on high heels, looking most unlike the person he usually meets. He had a hard time recognizing me. It was an experimental identity: I didn’t really recognize myself.
He looked down and, being a polite man, tried to refrain from judgement. But he couldn’t help his commentary. “Kung fu?” he asked at last.
Good Lord, I thought, nearly stumbling from comprehension. Could he have said it any better?
Elissa Ely ’87, is a psychiatrist at the Massachusetts Mental Health Center.
Unter diesem Titel wurde am 30.6.2011 von Graf Kari Khevenhüller-Metsch und LH Gerhard Dörfler eine Pablo Picasso Ausstellung auf Burg Hochosterwitz unter großer Publikumsbeteiligung eröffnet. Die diesjährige Ausstellung präsentiert ein Stück spanischer Weltliteratur, „ La Celestina“ von Fernando de Rojas (verf.1499) mit Picassos 66 kleinformatigen Radierungen von 1968 zu diesem Thema. Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung sind „Celestina“ Interpretationen von vier zeitgenössischen Künstlern. Alejandro DeCinti, Antonio und Rafael Ramirez Maro mit Bildern sowie Skulpturen vom St. Veiter Lorenz Friedrich. Im Vorjahr kamen zur Tintoretto &Co. Ausstellung an die 60.000 Besucher auf die Burg. Picassos freizügige Darstellungen zu „ Celestina“ werden dem Besucherandrang sicher nicht abträglich sein, trotzdem ist diese Ausstellung laut Graf Kari „ keine in Rahmen gepackte Peep-Show“. Die Ausstellung läuft noch bis 15. September, täglich von 10 bis 17 Uhr! Sehen Sie dazu die Fotos von unserem OPO Dr. Hans Slamanig und LPD
LH Dörfler bei Ausstellungseröffnung – Burg Hochostwitz steht für Großes im Land
Klagenfurt (LPD). Auf der Burg Hochosterwitz werden bis Mitte September 66 Druckgrafiken von Pablo Picassos Werk «Celestina»- Wer frivol lebt, stürzt ins Verderben» ausgestellt. Bei der Ausstellungseröffnung Donnerstagabend konnten Burgherr Kari Khevenhüller und Gattin Lelia auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler begrüßen.
Pablo Picasso gastiert auf Burg Hochosterwitz. Foto: LPD/Josef Bodner
Der Landeshauptmann nahm in seinem Statement Bezug auf den Titel der Ausstellung, die für ihn sehr auf die heutige Zeit passt. «Sie ist gekennzeichnet von Oberflächlichkeit, Gewinnstreben, Desinteresse gegenüber Anderen und maßlosem Zeitverbrauch. Man muss und sollte nicht jede Frivolität mitmachen und lieber mehr Normalität leben», lauteten seine Worte. Aus Geschichte, Kunst und Kultur könne man viel lernen und man sollte Botschaften aus vergangenen Zeiten auch ernst nehmen.» Mehr Lebenskunst, Zeit und vor allem das Hinhören sind wieder gefragt», so Dörfler.
Im Bezug auf die Burg Hochosterwitz stellte Dörfler fest, dass sie ein geschichtliches Wahrzeichen Kärntens darstelle und für Großes in Kärnten stehe. Er könne sich durchaus vorstellen, dass in den Räumlichkeiten der Burg die Geschichte der Kärntner Dynastien einmal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werde. Der Familie Khevenhüller und den spanischen Künstlern dankte er für die Planung der Ausstellung und verhehlte nicht, dass er nach einem Besuch einer Picasso-Ausstellung in London ein Bewunderer seiner Werke geworden sei.
Über die Ausstellung und die ausgestellten Bilder informierten Kari Khevenhüller und der Maler Antonio Maro die Vernissagegäste. Der Zyklus der Bilder wurde 1968 von Picasso angefertigt. Die Radierungen sind Bestandteil der tragischen Liebesgeschichte «Celestina» von Fernando de Rojas, die Picasso für die Neuauflage des Buches anfertigte. Die Bilder stammen von einem deutschen Kunstliebhaber, der die Sammlung verkaufen möchte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Werke der zeitgenössischen Maler Antonio und Raphael Ramirez und Alessandro Decinti.
Geöffnet ist sie bis 15.September, täglich von 10 bis 17 Uhr. Foto: LPD/Josef Bodner
Realismo contemporáneo en Feria de Arte Independiente de Madrid Diecisiete artistas chilenos, casi todos ellos realistas contemporáneos, muestran durante esta semana sus obras en la Feria de Arte Independiente de Madrid (FAIM), al ser Chile el país invitado este año. «Es importante que estos artistas chilenos tengan la oportunidad de exponer sus obras, aunque sean pocas, porque forman parte de distintas escuelas chilenas que se han erradicado» en Madrid, aseguró a Efe la secretaria de Cultura de la Embajada de Chile en España, Emma Landaeta, que también expone su obra como artista. «Es importante la influencia del realismo como una pintura que no ha dejado de desarrollarse y cada vez se va perfeccionando más, como reflejan estos pintores», dijo. Una de ellas, Flavia Tótoro, que participa en la muestra con una gran cabeza hiperrealista, plasmada en madera troquelada, recalcó la importancia de que haya espacios como FAIM en los que los artistas que no tienen galerías puedan exponer sus trabajos. Tótoro indicó que la fuerte influencia del realismo contemporáneo en las obras que allí se exponen se debe a que Chile «es un país que está como aislado» y al que parece que han tardado más en llegar las nuevas corrientes, por lo que está muy marcado por escuelas clásicas. El joven Felipe Gutiérrez, de 28 años, forma parte de la escuela de arte del también chileno Antonio Muñoz Vera, pero no trabaja con la pintura, sino que mezcla el diseño y la fotografía «para sorprender». Gutiérrez, que crea carteles de autor y muestra en FAIM cajas de luz que plasman «los excesos del ser humano», busca sorprender, «para bien o para mal, pero sorprender» al público mediante la fuerza de sus obras. Además, de Tótoro y Gutiérrez, destacan las obras de otros importantes pintores chilenos como Oscar Villalón, Aldo Bahamonde, Jorge Salas, Miguel Alarcón, Cristián Avilés, Antonio Cavagnaro o Alejandro Decinti. [:es]Realismo contemporáneo en Feria de Arte Independiente de Madrid Diecisiete artistas chilenos, casi todos ellos realistas contemporáneos, muestran durante esta semana sus obras en la Feria de Arte Independiente de Madrid (FAIM), al ser Chile el país invitado este año. «Es importante que estos artistas chilenos tengan la oportunidad de exponer sus obras, aunque sean pocas, porque forman parte de distintas escuelas chilenas que se han erradicado» en Madrid, aseguró a Efe la secretaria de Cultura de la Embajada de Chile en España, Emma Landaeta, que también expone su obra como artista. «Es importante la influencia del realismo como una pintura que no ha dejado de desarrollarse y cada vez se va perfeccionando más, como reflejan estos pintores», dijo. Una de ellas, Flavia Tótoro, que participa en la muestra con una gran cabeza hiperrealista, plasmada en madera troquelada, recalcó la importancia de que haya espacios como FAIM en los que los artistas que no tienen galerías puedan exponer sus trabajos. Tótoro indicó que la fuerte influencia del realismo contemporáneo en las obras que allí se exponen se debe a que Chile «es un país que está como aislado» y al que parece que han tardado más en llegar las nuevas corrientes, por lo que está muy marcado por escuelas clásicas. El joven Felipe Gutiérrez, de 28 años, forma parte de la escuela de arte del también chileno Antonio Muñoz Vera, pero no trabaja con la pintura, sino que mezcla el diseño y la fotografía «para sorprender». Gutiérrez, que crea carteles de autor y muestra en FAIM cajas de luz que plasman «los excesos del ser humano», busca sorprender, «para bien o para mal, pero sorprender» al público mediante la fuerza de sus obras. Además, de Tótoro y Gutiérrez, destacan las obras de otros importantes pintores chilenos como Oscar Villalón, Aldo Bahamonde, Jorge Salas, Miguel Alarcón, Cristián Avilés, Antonio Cavagnaro o Alejandro Decinti.
Eine Ausstellung mit südamerikanischen Künstlern beginnt am kommenden Sonntag in Burgau. Arbeiten von Antonio (l.) und Rafael Ramirez Máro (r.) sowie Alejandro Decinti sind zu sehen. Zur Einführung in die Arbeiten spricht der Intendant der Euriade, Werner Jansen (Mitte). Foto: Hannes Schmitz
Von: han Letzte Aktualisierung: 20. November 2009, 11:27 Uhr
DÜREN. „Große Malerei”, wie es der Intendant der Euriade, Werner Jansen, nannte, wird ab kommenden Sonntag ab 11 Uhr in der Hauptburg von Schloss Burgau gezeigt. Die Ausstellung ist gleichzeitig der Abschluss der Euriade. Es sind Arbeiten südamerikanischer Künstler, die zu sehen sind, Werke der Peruaner Antonio Máro, seines Sohnes Rafael Ramirez und des Chilenen Alejandro Decinti. Die Ausstellung ist auch ein Zeugnis, wie sich südamerikanische Kunst durch europäischen Einfluss gestaltet. Als 22-jähriger kam Antonio Máro 1950 nach Europa. Er malt seit seiner Kindheit. Die mythischen Quellen seiner Kunst liegen in seiner Heimat. In seinem Entwicklungsprozess gelang ihm die Symbiose mit der westlichen Kulturtradition. Seine Werke sind Zeugen der Verschmelzung der beiden Kulturkreise. Es sind peruanische und spanische Literatur verbunden mit Musik, die er auf die Leinwand bannt und zu einer „malerischen Sinfonie” mit einem abstrakten Inhalt verbindet. Einen anderen künstlerischen Pfad hat Rafael Ramirez Máro eingeschlagen. Er vergleicht seine Werke mit „Opern”. Er malt Handlungsabschnitte, die emotional ansprechen und zu interpretatorischem Nachdenken veranlassen. Er ist in seiner künstlerischen Arbeit bestrebt, wesentliche Momente des Lebens miteinander zu verbinden: den Charakter eines für ihn faszinierenden Menschen. Es beschränkt sich dabei nicht nur auf die Äußerlichkeit, sondern er hebt durch Farbklänge die Wesentlichkeit des Anderen hervor. Südamerikanische Künstler zum Abschluss der Euriade – Lesen Sie mehr auf: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/suedamerikanische-kuenstler-zum-abschluss-der-euriade-1.333929#plx1947437941
STOLBERG. Grandiose Gemälde – im Falle der Ausstellung „Dos maestros del arte” keine Übertreibung. Ab dem 27. Mai werden in der Sparkasse an der Rathausstraße beeindruckende Werke der Malerfreunde Rafael Ramirez Máro und Alejandro DeCinti die Bankkunden und willkommene kunstinteressierte Besucher erfreuen.
Unverwehselbarer Stil
Für das Festival „Stolberg goes Espana” organisierte Geschäftsstellenleiter Stefan Kummer gemeinsam mit Christa Oedekoven von der Steinweg-Galerie diese faszinierende Kunstausstellung. Der chilenische Künstler Alejandro DeCinti hat im Jahre 2002 seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Madrid gefunden und präsentiert spanische Szenen und Menschen in seinem unverwechselbaren realistischen Malstil.
Zuvor absolvierte DeCinti ein Kunststudium an der „Universidad de Chile”, wo er 1991 mit dem Stipendium „Excelencia Academica” ausgezeichnet wurde. Er lehrt und arbeitet gemeinsam mit dem chilenischem Künstler Oscar Villalon.
DeCintis Arbeiten imponieren auch in eher kleinen Formaten; dagegen bestechen die Gemälde von Ramirez auch durch ihre Größe. Aus seinen spanischen Bilderzyklen zeigt Rafael Ramirez Ausnahmegemälde in Großformaten, die man gesehen haben muss.
Bereits im Dezember 2008 wurden über 500 Besucher gezählt, die an einem Wochenende ausgewählte Ramirez-Werke im Industriemuseum Zinkhütterhof betrachten wollten.
Ramirez lebt und arbeitet zusammen mit seinem Vater Antonio Máro, der als Maler und Bildhauer internationales Ansehen genießt. Seit seinem 12. Lebensjahr arbeitet er im Atelier seines Vaters, der in jungen Jahren von Peru nach Deutschland kam.
Mit ihm realisiert er viele Arbeiten für Biennalen in Venedig oder Sao Paolo und für wichtige Kunstmessen.
Ramirez studierte Kunst bei Hannelore Köhler an der Kunstakademie Düsseldorf, an der „Escuela Superior de Pintura St. Luc” in Lüttich, bei Prof. Schaffmeister und Prof. Koller in Köln sowie Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik an der RWTH Aachen, um seine Kenntnisse für die großen literarischen Bilderzyklen zu vertiefen.
Manfred Beitzel, Spanienkenner aus Eschweiler, wird am Mittwoch, 27. Mai, um 18 Uhr in die Ausstellung einführen. Die Ausstellung der Meistermaler, die übrigens in Aachen und Hauset auch Workshops für Malerkollegen anbieten, ist bis einschließlich 19. Juni während der Geschäftszeiten der Sparkasse zu besichtigen
Schau von Rafael Ramirez Máro und Alejandro DeCinti – Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/stolberg/schau-von-rafael-ramirez-maro-und-alejandro-decinti-1.314787#plx2034788370
El pintor chileno Guillermo Muñoz Vera crea una academia para jóvenes artistas latinoamericanos y españoles
M. F. M. Chinchón
Hace cuatro años que el pintor chileno Guillermo Muñoz Vera decidió instalarse en Chinchón después de dos décadas viviendo en Madrid. Consideró que el ambiente rural de esta localidad medieval al sur de la región era un interesante atractivo para cultivar su sueño: una escuela de arte poco convencional. Sin dogmas ni presiones, debía permitir a jóvenes latinoamericanos y españoles dar rienda suelta a sus distintas maneras de entender la pintura. Para ello creó la Fundación Arte y Autores Contemporáneos (Arauco). La idea nació en 1994 de una conversación entre Muñoz Vera y la presidenta de la fundación’, la pintora española Carmen Spínola. Hoy, ambos artistas están a punto de convertir esta localidad de 4.000 habitantes en uno de los centros artísticos más importantes de la región, en la que ya tienen una academia permanente. Además, están en camino una residencia para jóvenes artistas y “el primer Museo de Arte Contemporáneo del sur de Madrid”, según el propio Muñoz Vera. No se pretende cambiar el perfil arquitectónico y el estilo barroco español que estas casas albergan. Se quiere preservar la historia de Chinchón y trabajar con ella. La Fundación Arauco, a través de becas de posgrado, pone a disposición de los estudiantes, de forma gratuita, los medios que necesitan para superarse en el campo de las artes plásticas. Esto se traduce en la posibilidad de optar a herramientas y alojamiento. Actualmente, ocho jóvenes artistas estudian en los talleres construidos en la propia casa del chileno, al que se considera “maestro” del realismo contemporáneo. El talento y la constante supervisión del pintor constituyen una motivación especial para los alumnos, que reconocen en él su profunda conexión con el arte. Los ocho —dos españole, un peruano, cuatro chilenos y un colombiano— pintan, conscientes de que sus obras se darán a conocer bajo el patrocinio de Arauco. Llevan dos exposiciones colectivas en un año, y en septiembre todo el trabajo de la academia se podrá contemplares la galería Marieschi de Milán. En cuatro años de actividad han pasado 20 alumnos por la Casa Dusmet, nombre que recibe la vivienda, del siglo XVII, rehabilitada por Muñoz Vera para que los estudiantes se inspiren y se perfeccionen. Los talleres, que se sitúan entre patios y lagares, son un lugar idóneo para que los artistas desarrollen su trabajo. Los edificios que albergarán la residencia permanente de estudiantes de arte y el futuro museo ya son propiedad de Arauco, y estarán terminados para d •? que viene. La fundación es “una herramienta para realizar sueños”, en palabras de Alejandro Decinti, también chileno, alumno desde hace cinco meses. “Vine porque en Latinoamérica no hay condiciones para desarrollar mi trabajo. Aquí tengo la oportunidad de proyectarme”, explica. Oscar Villalón, de 29 años, nunca imaginó que el destino lo llevaría a formar parte de un grupo de jóvenes promesas dispuestos■ • ,a entregar * todo su potencial )artístico. Este pintor destaca “el intercambio de ideas y las diferentes formas de ver la vida” qué ha encontrado en Chinchón, adonde llegó directamente desde Santiago de Chile, fascinado por el proyecto. “La sensación de estar como en tu propia casa supone una facilidad a la hora de trabajar”, afirma. — Todos se consideran por las condiciones en las que crean y las posibilidades de dar a conocer sus trabajos.Cuatro de los alumnos actuales son, a su vez, profesores en una academia para el público general que la fundación posee en el centro de Madrid.
Sin currículo
Todo este edén de/artista contemporáneo se sustenta con la venta de cuadros de Muñoz Vera, que se cotizan, a precios astronómicos, en galerías como Christie’s y Sotheby’s de Nueva York. La selección de los privilegiados creadores no sigue un patrón determinado. No cuentan currículos, exposiciones o recomendaciones, tan sólo “el interés por formar parte de este proyecto”, en palabras de Muñoz Vera. Tampoco el tiempo de estudio está determinado. Hay quien lleva dos años en Chinchón y comparte espacio con quien lleva un semestre. Más allá de las propuestas que cada estudiante tiene, hay un trasfondo esencial para que la fundación tenga sentido, y es que el deseo, la dedicación, la disciplina y la paciencia se logren compatibilizar en una misma tela y se transformen en creación. El éxito de la fundación ha sido tan importante que la experiencia de trabajar con jóvenes ha superado todas las expectativa. Carmen Spínola y Muñoz Vera nunca pensaron que los resultados fueran tan inmediatos y espectaculares como los que han cosechado: haber formado cuatro profesores cualificados en apenas unos meses, o que todos los alumnos hayan empezado a vender sus obras nada más entrar a formar parte del proyecto. La intención de ambos pintores es que la fundación crezca para dar cabida a otros oficio, como, por ejemplo, modelado y escultura, diseño informático y restauración de cuadros. Arauco es un proyecto cultural importante. La trascendencia que tiene un espacio destinado a fomentar las aptitudes humanas y la búsqueda de nuevas experiencias hace que la fundación ilusione a jóvenes que piensan que este camino es un estilo.
Tres hermosos proyectos
La Casa de la Cadena, construida a finales del siglo XVII y situada en un costado de la plaza Mayor de Chinchón, se transformará en el Museo de Arte Contemporáneo. La iniciativa de Guillermo Muñoz Vera y Carmen Spínola se centra en una exhibición permanente de pintura. Esta pinacoteca mostrará arte figurativo, contemporáneo clásico y una gran presencia de pintores latinoamericanos, hecho sin precedentes en Europa. Otro de los proyectos es la creación de la residencia de estudiantes.Ubicada frente a Casa Dusmet, esta vivienda consta de 11 departamentos que cobijarán a los alumnos. Por último, Muñoz Vera y Spínola planean habilitar la casa de Monte Hermoso, parcialmente destruida durante la guerra civil. Rehabilitada en la década de los setenta sobre una superficie de 3.000 metros cuadrados, se acondicionó como restaurante en 1984. Sin embargo, un año más tarde fue abandonada. La Fundación Arauco la compró en diciembre pasado, y ahora Monte Hermoso se transformará para acoger talleres de trabajo designados a los alumnos e impartir en su seno cursos de pintura; tendrá también una galería de arte con exposiciones temporales y una permanente del propio Muñoz Vera.
24 / EL PAÍS Miércoles 13 de marzo de 2002
Catálogo oficial de obras artísticas pintadas al óleo tradicional por la familia Decinti
Alejandro Decinti (1973) Amparo Torrejón (1973) Antonio Decinti (1995) Alma Decinti (1996)